Debatte

Pferde auf Fasnachtsumzügen – Brauchtum oder Tierquälerei?

Stephanie Streif

Von Stephanie Streif

Do, 13. Februar 2020 um 10:19 Uhr

Südwest

BZ-Plus In Südbaden laufen Pferde auf Fasnachtsumzügen mit. Tierschützer fordern schon lange ein Verbot – aus Sicherheitsgründen. Vorfälle in Köln und Basel zeigen: Unbegründet ist der Einwand nicht.

In Zell im Wiesental sind es eine Narrenburg und der Bürgermeister, die von Pferden durch den Ort gezogen werden. In Bonndorf ist es ein langer Baumstamm, auf dem die Narrenräte sitzen. Tierschützer, darunter Peta und die "Pferdeschutz-Initiative 2015", fordern schon länger, Pferde bei Karnevals- und Fasnachtsumzügen zu verbieten. Ihr Argument: Pferde seien ein hohes Sicherheitsrisiko. Sie können "erschrecken, steigen, austreten" oder "unkontrolliert davon stürmen" und dabei sich selbst und die Umzugsteilnehmer gefährden.

Unbegründet ist der Einwand nicht: Bei der Basler Fasnacht sind im vergangenen Jahr gleich zweimal Pferde auf einer Abdeckplatte aus Stahl ausgerutscht. Und in Köln gab es beim Rosenmontagsumzug vor zwei Jahren einen Kutschenunfall, bei dem ...

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