Fall Maria L.

Pflegeeltern von Hussein K. hatten keine Zulassung

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Mi, 25. Oktober 2017 um 10:55 Uhr

Südwest

BZ-Plus Die Freiburger Familie, die den des Mordes an Maria L. angeklagten Hussein K. beherbergt hat, hatte dafür zunächst keine behördliche Erlaubnis. Das haben Recherchen der Badischen Zeitung ergeben.

Hussein K., des Mordes an der Studentin Maria L. angeklagt, hat bekanntlich in einer Einliegerwohnung in der Freiburger Villa der Familie S. gelebt – angeblich minderjährig zwar, aber selbstständig wie ein Mieter. Dabei hätte er gar nicht bei der Familie einziehen dürfen. Denn für sie war, als K. im April 2016 kam, eine Betriebserlaubnis beim Kommunalverband Jugend und Soziales (KVJS) nicht einmal beantragt, geschweige denn bewilligt, wie Sprecherin Heide Trautwein bestätigt. "Weder für eine Erziehungsstelle noch für betreutes Jugendwohnen. Erst danach wurde ein entsprechender Betriebserlaubnisantrag gestellt".

Das heißt: Zwar hatte der private Jugendhilfeträger Wiese GmbH, der vom Jugendamt Breisgau-Hochschwarzwald mit der Betreuung des Jungen beauftragt war, eine Sammelbetriebserlaubnis des KVJS, nicht aber die Familie S., die man für ihn ausgesucht hatte. Das hat der Träger erst später beantragt. Die Folge: Der Verband in ...

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