Zu schnell, zu laut

Polizei kontrolliert 50 Motorradfahrer auf der Schauinslandstrecke

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 22. Juli 2019 um 15:15 Uhr

Freiburg

Hauptursache bei Verkehrsunfällen mit Motorradfahrern bleibt zu schnelles Fahren. Deshalb hat die Polizei auf der Schauinslandstrecke bei Freiburg eine Verkehrskontrolle durchgeführt.

Die Verkehrspolizei am Standort Freiburg hat am Freitag, 19. Juli, auf der Schauinslandstrecke Motorradfahrer auf ihr Fahrverhalten und den technischen Zustand ihrer Fahrzeuge kontrolliert. Dazu errichtete sie auf der L124 von Günterstal kommend in Höhe der Holzschlägermatte eine Kontrollstelle von 15 bis 19 Uhr. In dieser Zeit kontrollierten die Beamten 50 Motorradfahrer, wie die Polizei in einer Pressemitteilung schreibt.

Gleich in den ersten Kurvenkombinationen überwachten die Beamten, ob das Rechtsfahrgebot vor den unübersichtlichen Kurven und die Beachtung der Fahrstreifenbegrenzung (durchgezogene Linie) eingehalten wurde. Dabei stellte sie 13 Verstöße gegen die Verkehrsvorschriften fest. Das Verwarngeld betrug jeweils zehn Euro.

Kurz vor der Kontrollstelle maßen die Beamten die Geschwindigkeit per Laser-Messung. Dort im 100-km/h-Bereich registrierte sie zwei Geschwindigkeitsüberschreitungen. Bei einem Auto- und einem Motorradfahrer wurde überhöhte Geschwindigkeit festgestellt. Das Verwarngeld betrug zehn beziehungsweise 20 Euro.

Die Überprüfung der Motorräder auf ihren technischen Zustand ergab bei nur einem Kraftrad den Verdacht, dass die Betriebserlaubnis wegen eines unzulässigen Bremshebels erlöschen könne.

Kontrollen auch im Kreis Waldshut-Tiengen

Auch im Kreis Waldshut-Tiengen hat die Verkehrspolizei zusammen mit Beamten des Polizeireviers Bad Säckingen Verkehrskontrollen durchgeführt. Dazu errichtete sie am Samstag, 20. Juli, zwischen 14 und 18 Uhr im Steinatal, in St. Blasien und im Bereich Todtmoos-Hochkopf mehrere Kontrollstellen. Dabei hat sie zahlreiche Verstöße gegen Vorschriften der Straßenverkehrsordnung festgestellt.

Bei der Kontrolle fielen vor allem Motorradfahrer auf, die ihre Schalldämpferanlagen manipuliert hatten. So wollen sie einen lauteren Sound erreichen. Die Beamten zeigte die Fahrer dieser Motorräder an. Die Fahrer müssen ihre Motorräder jetzt gesetzeskonform rückrüsten.

Auch führten die Beamten Geschwindigkeitskontrollen durch. Spitzenreiter bei der Geschwindigkeitsüberschreitung war ein Motorradfahrer, der mit 113 km/h statt mit erlaubten 100 km/h unterwegs war.

Polizei will Motorradfahrer regelmäßig kontrollieren

Ein Weiteres Ziel der Kontrollen war auch, die Motorradfahrer für das Thema Lärm zu sensibilisieren. Die Kernfrage lautete: "Möchten Sie solchen Lärm vor Ihrer eigenen Haustüre?"

Bereits im Juni hatte das Polizeipräsidium Freiburg in einer Pressemitteilung angekündigt, während der ganzen Motorradsaison gezielt Geschwindigkeits- und Lärmkontrollen durchzuführen. Schwere Motorradunfälle hätten gezeigt, dass gezielte Maßnahmen zur Unfallprävention dringend geboten seien. Das Polizeipräsidium will den Kontrolldruck auf den beliebten Motorradstrecken weiter aufrechterhalten und die Anzahl der Verletzten und Getöteten reduzieren.