Quellsanierung wird teuer

Rolf-Dieter Kanmacher

Von Rolf-Dieter Kanmacher

Do, 06. Mai 2021

Malsburg-Marzell

Gemeinderat Malsburg-Marzell.

(kn). Unerwartete Aufgaben werden wohl noch in diesem Jahr die Gemeindefinanzen belasten, wie in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Malsburg-Marzell bekannt wurde. Neben der Kläranlage und den Folgen des Hangrutsches betrifft dies vor allem die stark verwurzelte Mattstall-Quelle. So sah sich die Verwaltung aktuell veranlasst, die " Mattstall-Quelle Nr. 4" , auf der "Blauen-Seite" am Osthang des Tales liegend, zu überprüfen, nachdem die Schüttleistung in letzter Zeit deutlich zurückgegangen waren. Bei einer "Rohrbereisung" zur Fassung dieser Quelle, wurde eine sogenannte "Fuchsschwanzverwurzelung", wie zuletzt bei einer der Meierskopf-Quellen festgestellt. Wurzeln sind in die Leitung des Quellbereichs eingewachsen, was die Schüttung behindert.

Eine Sanierung der Quelle scheint dringend geboten, ist diese doch ein wichtiger Baustein der gemeindlichen Wasserversorgung, so Bürgermeister Singer. Bei "guter Planung und wirtschaftlich effizienter Ausführung", so die Verwaltung, sei mit einem Gesamtaufwand von 12 000 bis 14 000 Euro zu rechnen. Da für die unerwartete Ausgabe keine Mittel im Haushalt stehen, müssten gegebenenfalls andere Projekte zurückgestellt werden.

Der Gemeinderat stimmte nach kurzer Diskussion einstimmig dem Vorschlag zu, zunächst die erforderliche wasserrechtliche Genehmigung für die Maßnahme von der unteren Wasserbehörde einzuholen. Mit der Durchführung der Sanierungsmaßnahme soll nach vorangegangener Prüfung der Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit die Fachfirma Frank in Schliengen beauftragt werden.