Ralf Kaiser ist neuer Vorsitzender

Erich Krieger

Von Erich Krieger

Fr, 29. Mai 2020

Buchenbach

Wasserversorgungsverband tagt.

. Der Wasserversorgungsverband Himmelreich (WVV) wurde im Oktober 1966 von Buchenbach, Burg und Falkensteig gegründet, um die Trinkwasserversorgung zu sichern. Inzwischen haben Buchenbach und Kirchzarten die Rechtsnachfolge des Verbands übernommen. Dessen neuer Vorsitzender ist Buchenbachs Bürgermeister Ralf Kaiser. Den Posten des Verbandsvorsitzenden hatte bisher der im Februar nicht wiedergewählte Bürgermeister von Buchenbach Harald Reinhard inne. Vorübergehend übernahm Kirchzartens Bürgermeister Andreas Hall das Amt, der aber Buchenbachs neuen Bürgermeister Ralf Kaiser als Reinhards Nachfolger vorschlug. Kaisers Wahl erfolgte einstimmig.

Seit 2006 hat der WVV die technische und seit 2014 auch die kaufmännische Betriebsführung an die Energie- und Wasserversorgung Kirchzarten (EWK) übertragen. Derzeit sind im WVV-Verantwortungsbereich 14 Quellen und sechs Hochbehälter in Betrieb. In der jüngsten Verbandsversammlung stand der Jahresabschlussbericht 2019 zur Verabschiedung an. Diesen stellte Torsten Albrecht von der EWK vor. Die Trinkwassermenge betrug demnach 2019 rund 313 000 Kubikmeter gegenüber 351 000 Kubikmetern im Vorjahr. Der Wasserpreis ist seit 2010 mit 60 Cent unverändert geblieben. Als besonderes Projekt wurde die Sanierung des Hochbehälters Falkensteig genannt.

Laut Satzung arbeitet der Verband nach dem Aufwanddeckungsprinzip im Umlageverfahren, das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung ist prozentual über die Betriebskostenumlage unter den Mitgliedern auszugleichen. Von 92 796 Euro entfielen auf Buchenbach 35 728 Euro, auf Kirchzarten 57 068 Euro. An Umsatzerlösen wurden 263377 Euro erzielt (im Vorjahr: 263 153 Euro). Die Vermögens- und Finanzlage sei gut. Die für die Wasserqualität wichtigen Grenzwerte würden unterschritten, selbst eine Herabsetzung dieser Werte sei unproblematisch, da im Einzugsgebiet keine großflächig intensive Landwirtschaft betrieben werde. Der Klimawandel mit geringerem Niederschlags könne bei Quellen und Tiefbrunnen zu niedrigeren Fördermengen führen, sie seien aber auch langfristig ausreichend.