Ein Auto, drei Motoren

Elfriede Munsch (SP-X)

Von Elfriede Munsch (SP-X)

Sa, 04. Juli 2020

Auto & Mobilität

NEUVORSTELLUNG: Honda Jazz.

Der neue Honda Jazz will mit moderner Technik im Einsatz für mehr Sparsamkeit überzeugen. Das gelingt gut, hat aber zunächst auch seinen Preis.

Neben dem Standard-Jazz gibt es ein SUV-artiges Schwestermodell mit dem Namenszusatz Crosstar. Interessenten müssen mindestens 21 445 beziehungsweise 25 588 Euro (Crosstar) investieren – nicht eben wenig für einen Kleinwagen, der allerdings über ein aufwendiges und für den Jazz exklusives Hybridsystem verfügt. Hondas Hybridsystem (e:HEV) besteht aus drei Motoren sowie einer Lithium-Ionen-Batterie. Als Benziner kommt ein 1,5-Liter-Sauger mit 72 kW/98 PS zum Einsatz. Den Antrieb übernimmt normalerweise ein 80 kW/109 PS starke E-Motor mit 253 Nm. Der zweite E-Motor fungiert als Generator.

Der Jazz wechselt je nach Fahrsituationen zwischen drei verschiedenen Modi. Im E-Betrieb nutzt der Elektromotor die im Akku gespeicherte Energie und sorgt für den Vortrieb. Kann die Batterie nicht genügend Energie liefern, treibt der Vierzylinder-Benziner den zweiten E-Motor an, der in seiner Funktion als Generator Energie für den Akku produziert, die wiederum vom ersten Elektromotor für den Antrieb genutzt wird.

Obwohl der Benziner in den meisten Situationen nicht direkt auf die Räder einwirkt, kann er über eine Überbrückungskupplung direkt mit den Antriebsrädern verbunden werden. Das geschieht etwa bei Volllastfahrten auf der Autobahn.

Der 4,04 Meter lange Fünftürer absolviert den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in 9,4 Sekunden, maximal sind 175 km/h möglich. Bei einer ersten Testrunde agierte der 1,3 Tonnen schwere Jazz flott und sehr leise. Wer vorausschauend fährt und sanft beschleunigt, kann den Normverbrauch von 4,5 Litern (WLTP) gut erreichen. Kommt noch Stadtverkehr mit hohem Rekuperationsanteil dazu, sind sicherlich auch geringere Werte denkbar.

Wer sich für den Jazz entscheidet, erhält unter anderem neben einer Klimaautomatik LED-Leuchten. Für die Sicherheit sorgen zehn Airbags, darunter ein Airbag zwischen den Vordersitzen, um Verletzungen durch ein Zusammenstoßen von Fahrer und Beifahrer zu verhindern. Außerdem sind ab Werk ein Bündel Assistenten an Bord, darunter eine Verkehrszeichenerkennung.

Wer Aluräder, Smartphone-Anbindung für Apple Carplay und Android und neben dem Multifunktionsdisplay noch einen neun Zoll großen Touchscreen will, muss zur Elegance-Ausstattung (ab 22 467 Euro) greifen. Wenn dann noch in der Executive-Ausstattung Navi, 16 Zoll-Alus, beheizbares Lederlenkrad und Rückfahrkamera an Bord sein sollen, werden mindestens 24 029 Euro fällig.

Alle Preise Stand 1. Juli.