Ein Kleiner mit großer Technik

Hans-Henning Kiefer /SP-X

Von Hans-Henning Kiefer & SP-X

Sa, 18. Januar 2020

Auto & Mobilität

NEUVORSTELLUNG: Hyundai i10.

Fünf Türen, zwei Benzinmotoren, 252 Liter Kofferraumvolumen sowie Assistenzsysteme und Konnektivität, die eher in höheren Fahrzeugklassen Standard sind: Im Rüsselsheimer Entwicklungs- und Designzentrum hat Hyundai den Kleinstwagen i10 neu konzipiert.

Während andere Hersteller die Produktion von Kleinstwagen aufgrund der schärferen Abgas- und CO2-Vorschriften ganz einstellen oder auf rein batterie-elektrischen Antrieb umstellen, setzen die Koreaner weiter auch auf konventionellen Vortrieb. 49 kW/67 PS leistet der kleine Einliter-Dreizylinder, 62 kW/84 PS der 1,2-Liter-Vierzylinder, die mit Fünfgang-Schaltgetriebe oder in den zwei höheren Austattungsvarianten wahlweise mit einem automatisierten Fünfganggetriebe bestellt werden können. 4,2 bis 4,9 Liter je nach Antrieb und Ausstattung, nennt der Hersteller als Verbrauch.

Wer hin und wieder die Stadt oder Landstraßen verlassen möchte, ist mit dem stärkeren Aggregat naturgemäß besser bedient als mit dem 67 PS starken Dreizylinder. Dieser braucht fast 15 Sekunden für den Standardspurt, und bei Tempo 156 geht ihm die Luft aus. Schaltarbeit ist angesagt, um den Sauger bei Drehmomentlaune zu halten. 96 Nm sind sowieso ein überschaubarer Wert. Akustisch hält er sich aber zurück. Das Fahrwerk filtert Unebenheiten im Straßenbelag recht ordentlich weg. Der Vierzylinder agiert etwas spritziger, braucht aber auch Fahrer mit Freude am Schalten.

Serienmäßig an Bord sind ein Spurhalteassistent, Tempomat, Fernlichtassistent, Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung und ein Aufmerksamkeitsassistent, der vor Übermüdung des Fahrers warnt. Serie sind auch ein automatisches Notrufsystem und eine Start-Stopp-Funktion.

Die dritte Generation des Hyundai i10 ist mit 3,67 Metern nur einen halben Zentimeter länger als ihr Vorgänger, zwei Zentimeter niedriger und zwei Zentimeter breiter. Das bewirkt nicht nur ein dynamischeres Äußeres, sondern sorgt auch mit einem um vier Zentimeter gewachsenen Radstand für mehr Platz im Fond. Weil die Gürtellinie abgesenkt und die C-Säule schmaler gestaltet wurde, die Fensterflächen so vergrößert wurden, hat die Rundumsicht sich verbessert. Der Fahrer findet ein übersichtliches und ergonomisches Cockpit vor.

10 990 Euro ruft Hyundai als Einstiegspreis für den i10 Pure mit dem Dreizylindermotor und Schaltgetriebe, 13 390 Euro für die Select-Ausstattung bei gleicher Motorisierung auf. Dazu gehören dann ein höhenverstellbarer Fahrersitz, Berganfahrhilfe, Lederlenkrad und -schaltknauf, DAB-Plus-Radio, USB-Anschluss, Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie Klima- und Alarmanlage.