Franzose auf Wachstumskurs

SP-X/BZ

Von SP-X & BZ-Redaktion

Sa, 01. Februar 2020

Auto & Mobilität

NEUVORSTELLUNG: Renault Captur.

Renault hat seinen kleinen SUV Captur neu aufgelegt. Das meistverkaufte Modell der Franzosen ist dabei um mehr als zehn Zentimeter gewachsen und tritt erwachsener auf als bisher. Im Frühjahr soll auch ein Plug-in-Hybrid folgen.

Zwar bleibt der Captur, der zu einhundert Prozent neu entwickelt wurde, dem kompakten SUV-Segment treu und tritt weiterhin etwa gegen Seat Ateca, Hyundai Kona, VW T-Cross oder Mazda CX-3 an, doch wächst der Franzose um stolze elf Zentimeter auf jetzt 4,23 Meter. Deutlich geringer fällt das Plus beim Radstand aus, der nur um drei Zentimeter zulegt – dementsprechend bleiben auch die Innenraummaße weitgehend auf dem bisherigen Niveau. Merklich zugelegt hat indes der Kofferraum, er schluckt bis zu beachtlichen 536 Litern. Dieses Stauvolumen lässt sich über die um 16 Zentimeter verschiebbare Rückbank feinjustieren. Bei umgeklappten Rücksitzlehnen sind bis 1275 Liter drin. Größer geworden sind auch die Sitze, die zudem besser konturiert sind und mehr Komfort auf der Langstrecke bieten.

Für ein wohnliches Ambiente sorgt das komplett neue Cockpit, das sich am ebenfalls noch ganz frischen Clio orientiert und von einem großen, hochkant montierten Touchscreen dominiert wird; zumindest in der Top-Version macht sich dort ein 9,3-Zoll-Display breit. Die Basis startet mit einem 7-Zoll-System, das ohne Navigationsfunktion kommt, dafür aber schon nahtlos mit Apple- und Android-Smartphones zusammenarbeitet. Ein weiterer Hingucker im Innenraum: Die freischwebende Mittelkonsole, die Platz schafft für zusätzlichen Stauraum. Den futuristischen Ausleger gibt es allerdings nur zusammen mit dem elektronischen Automatikwählhebel für das Doppelkupplungsgetriebe.

Der Siebengang-Doppelkuppler ist beim 114 kW/155 PS starken Top-Benziner Serie, die 96-kW/130-PS-Version des 1,3-Liter-Vierzylinders ist optional damit ausrüstbar; ab Werk verwendet Renault ein manuelles Sechsgang-Getriebe. Sogar mit nur fünf Gängen fährt der neue Ein-Liter-Dreizylinder vor, der es im Captur auf 101 Turbo-PS (74 kW) bringt. Nicht verzichten wollen die Franzosen auf einen Diesel-Antrieb: Der 1,5-Liter-Vierzylinder leistet 85 kW/115 PS. Die Bandbreite der Normverbräuche reicht von 4,1 bis 5,7 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer.

Wie sein Technik-Spender Clio, profitiert auch der Captur von der neuen CMF-B-Plattform. Die bietet zwar keinen Allradantrieb, ist dafür aber leichter und erlaubt mit ihrer verbesserten Elektronik-Architektur auch den Einsatz neuer Assistenzsysteme wie den Autobahn- und Stauassistenten sowie das Online-Multimediasystem Easy Link. Die Preise für den Neuen beginnen übrigens bei 17 950 Euro.