Räder auf großer Fahrt

Mario Hommen (SP-X)

Von Mario Hommen (SP-X)

Sa, 15. Juni 2019

Auto & Mobilität

Für den Transport von Fahrrädern mit dem Auto gibt es mehrere Möglichkeiten.

Viele Autofahrer wollen mit ihrem Auto Fahrräder transportieren. Dabei stellt sich die Frage nach der optimalen Transportlösung. Die Möglichkeiten der Fahrradmitnahme im Auto sind vielfältig. Doch jedes Transportsystem hat Vor- und Nachteile.

Fahrräder im Auto
Autos mit Steilheck, Kombis, Vans oder SUV eignen sich oft, auch Räder im Kofferraum mitzunehmen. Es gibt im Zubehör spezielle Befestigungssysteme, die es erlauben, bis zu drei Räder nebeneinander aufrechtstehend und sicher fixiert unterzubringen. Die Preise beginnen bei rund 80 Euro. Der Vorteil: Räder sind vor Wind, Wetter und Diebstahl geschützt. Allerdings müssen in der Regel die Rücksitze umgeklappt werden und sind somit für Passagiere nicht mehr nutzbar. Auch für Gepäck bleibt nur noch wenig Platz. Insofern ist diese Lösung vor allem für Singles oder Paare interessant.

Fahrräder auf dem Dach
Wenn es um außen montierte Trägersystemen geht, sind Dachfahrradträger in der Regel die günstige Variante. Rund 100 Euro sollten investiert werden, billigere Modelle schneiden bei einschlägigen Tests häufig schlecht ab. Allerdings setzt diese Variante in der Regel eine Dachreling voraus. Zudem fordern auch die besten Produkte relativ viel Kraft bei der Montage und der Bestückung mit den Rädern. Größter Vorteil neben dem fairen Preis ist jedoch die hohe Ladekapazität von bis zu vier Rädern. Die Aerodynamik des Pkw verschlechtert sich bei dieser Lösung deutlich, was für einen Anstieg beim Spritverbrauch sorgt. Der Fahrer muss zudem die größere Fahrzeughöhe berücksichtigen.

Fahrräder am Heck
Eine solide Alternative sind Heckträger. Die meisten sind für zwei Bikes ausgelegt, es gibt aber auch Varianten für mehr Räder. Vorteile: Räder lassen sich hier meist leicht fixieren, der Luftwiderstand steigt nur geringfügig. Allerdings sind die Systeme mit Preisen ab 300 Euro vergleichsweise teuer. Am häufigsten zu finden sind Heckträger zur Montage auf einer Anhängerkupplung. Ist eine solche nicht vorhanden, muss man gegebenenfalls noch einige hundert Euro für eine Anhängerkupplung investieren. Nachteile dieser Variante, Fahrräder zu transportieren, sind ein nach hinten unübersichtlicheres und zudem längeres Fahrzeug und die schlechtere Erreichbarkeit des Kofferraums. Viele Träger bieten deshalb eine Wegklappfunktion, die den Zugang zum Kofferraum grundsätzlich ermöglicht.

Wer den Hecktransport bevorzugt, aber keine Anhängerkupplung hat und auch keine anschaffen will, kann Träger an der Heckklappe festmachen. Das geht jedoch nur bei Steilheckfahrzeugen. Und auch dann nicht bei allen, da die Scharniere laut Herstellern dafür häufig nicht stabil genug ausgelegt sind.