Badezimmer ist kein Arbeitszimmer

dpa

Von dpa

Sa, 10. August 2019

Beruf & Karriere

Wer sein privates Badezimmer umbaut, kann Kosten dafür nicht steuerlich geltend machen. Das gilt auch dann, wenn sich im Haus ein Arbeitszimmer befindet, wie der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden hat (Az.: VIII R 16/15).

Im verhandelten Fall nutzte der Kläger für seine Arbeit als Steuerberater in seinem Eigenheim ein Zimmer, das 8,43 Prozent der Gesamtfläche der Immobilie ausmachte. Im Jahr 2011 ließ er das Badezimmer im Haus und den vorgelagerten Flur umfassend umbauen.

8,43 Prozent der Umbaukosten machte der Mann als Betriebsausgaben im Zusammenhang mit dem häuslichen Arbeitszimmer geltend. Das Finanzamt berücksichtigte aber nur die Kosten für den Austausch der Tür zum Arbeitszimmer.

Der BFH bestätigte diese Auffassung weitgehend. Renovierungs- und Reparaturaufwendungen, die für ein gesamtes Gebäude anfallen, können demnach zwar dem Flächenanteil entsprechend bei der Steuer berücksichtigt werden. Das gilt aber nicht für Räume, die vor allem zum privaten Wohnen genutzt werden wie Badezimmer und Flur.