Kleidung bei der Arbeit

tmn

Von tmn

Sa, 21. September 2019

Beruf & Karriere

Vorgaben des Chefs.

Für manche Jobs schreibt der Chef Dienstkleidung vor. Ob er das darf, hängt davon ab, ob er ein sogenanntes berechtigtes Interesse hat, wie der Rechtsschutz des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) erklärt. Ein solches Interesse liege zum Beispiel vor, wenn sich ein Restaurantbesitzer wünscht, dass seine Serviceangestellten einheitlich auftreten. Das trage auch zur Wiedererkennung für den Arbeitgeber bei. Derartige Kleidung darf aber nicht gegen die guten Sitten verstoßen.

Handelt es sich um Schutzkleidung, die per Gesetz vorgegeben ist, ist der Fall dagegen eindeutig. Für die Arbeit auf der Baustelle etwa können ein Helm, Sicherheitsschuhe oder Schutzbrille nötig sein. Die müssen Arbeitnehmer dann tragen. Wer sich weigert, riskiert eine Abmahnung. Anschaffung und Reinigung zahlt der Arbeitgeber. Das gilt auch für Arbeitskleidung, die nicht aus Sicherheitskriterien vorgeschrieben wird: Wenn der Chef bestimmte Kleidung anordnet, trägt er auch die Anschaffungskosten. Individuelle Vereinbarungen sind möglich. Steht der Aufwand in keinem Verhältnis zum Verdienst, kann eine solche Regelung jedoch unwirksam sein.