Verpennt

Winterschlaf der Tiere: Wenig erforschtes Phänomen

Nadine Zeller

Von Nadine Zeller

Sa, 09. Dezember 2017 um 00:00 Uhr

Bildung & Wissen

BZ Plus Forscher haben selbst bei Primaten Winterschlaf nachgewiesen – und der Mensch gehört bekanntlich zu den Primaten. Sollte der Homo sapiens also doch Winterschlaf halten können?

Eigentlich dürfte Mitsutaka Uchikoshi gar nicht mehr leben. Der 35 Jahre alte Japaner war im Oktober 2006 mit Freunden auf den Hausberg der Stadt Kobe gewandert. Auf dem Rückweg trennte er sich von der Gruppe, stürzte von einem hohen Felsen in ein Waldstück ab und dämmerte weg.

Als ihn rund drei Wochen später ein Kletterer fand, lebte Uchikoshi erstaunlicher Weise noch. Aber seine Körpertemperatur war auf 22 Grad abgesunken und sein Puls kaum spürbar, seine inneren Organe arbeiteten nur auf Sparflamme. Was war mit ihm geschehen? Die Ärzte konnten sich nicht erklären, wie ihr Patient bei derart niedriger Körpertemperatur und ohne Nahrung drei Wochen überleben konnte. So kamen sie zu einer ungewöhnlichen Diagnose: Uchikoshi war in eine Art Winterschlaf gefallen. Doch gibt es das bei Menschen überhaupt?

Vielen Menschen gefällt die Vorstellung, sich von Oktober bis März einfach einzuigeln und den Winter zu überspringen. Aber bislang deuteten alle wissenschaftlichen Erkenntnisse daraufhin, dass dieses Privileg bestimmten Tieren wie Igeln oder Siebenschläfern vorbehalten sei. Doch dabei ist es nicht geblieben. Die Hamburger Tierphysiologin Kathrin Dausmann konnte auch bei ...

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