Gewerkschaft kritisiert Polizei

AFP /BZ

Von AFP & BZ-Redaktion

Di, 22. Oktober 2019

Computer & Medien

Vorfall am Buchmessenstand des Verlegers Götz Kubitschek.

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) hat gegen die Behinderung der Arbeit eines Fotografen durch die Polizei protestiert, der Aufnahmen des Verlegers Götz Kubitschek machen wollte. Der Vorgang während der Frankfurter Buchmesse müsse gegebenenfalls dienstrechtlich geahndet werden, forderte die hessische DJU am Montag.

Zugetragen haben sich das Ganze vergangenen Samstag am Stand des von Kubitschek geleiteten Antaios-Verlags, erklärt die Gewerkschaft. Ein Video zeige, wie ein Beamter die Arbeit eines Fotografen einschränken wolle, der von Kubitschek bedrängt und beleidigt worden sei. Statt das Recht auf Pressefreiheit durchzusetzen, setze sich der Polizist vehement für Kubitschek ein und hindere den Fotografen an seiner Arbeit. Er habe dem Journalisten Vorgaben machen wollen, wie und wie lange Kubitscheck fotografiert werden dürfe. Der Vorgang offenbare auch eklatante Mängel beim Wissen um die Grundlagen von Presse- und Urheberrecht.

Die Frankfurter Polizei erklärte am Sonntag, die Videoaufnahmen seien ihr bekannt. Sobald gesicherte Informationen dazu vorlägen, solle Stellung bezogen werden.