Weihnachten

Wie man unnütze Technik-Geschenke elegant wieder loswird

Bernadette Winter

Von Bernadette Winter (dpa)

Sa, 28. Dezember 2019 um 13:56 Uhr

Geld & Finanzen

Nicht gebraucht, gewollt oder doppelt bekommen: Weihnachten ist stets auch die Zeit ungeliebter Technik-Geschenke. Ehe sie verstauben, verkauft man sie besser.

Die Bescherung zu Weihnachten könnte schön und besinnlich sein, wenn da nicht die Krux mit ungeliebten oder unnützen Geschenken wäre: Falsche Größe, falsches Gerät, falsche Farbe – hat man schon, braucht man nicht. Was also tun?

Umtausch

Ein Umtauschrecht besteht gesetzlich nur dann, wenn die Ware fehlerhaft ist, erläutert Rainer Schuldt von Computer Bild. Im Onlinehandel gilt ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Die meisten großen Internethändler verlängern Experten zufolge über Weihnachten freiwillig ihre Rückgabe- oder Umtauschfristen, etwa bis Mitte oder Ende Januar.

Viele Händler – auch Onlineshops – nehmen aber keine Ware zurück, die aus hygienischen Gründen nicht mehr wiederverkauft werden kann, etwa Rasierer oder Epilierer. Schuldt rät: "Wer solche Geschenke erhält und sofort merkt, dass sie nicht gefallen, sollte sie nicht aus der Verpackung nehmen, sondern versiegelt lassen". Das gilt auch für CDs, DVDs oder Blu-rays.

Ankaufdienste

Man kann versuchen, das Geschenk zu verkaufen, etwa über einen Ankaufdienst wie etwa Asgoodasnew, Buyzoxs, Clevertronic, Rebuy, Smallbug oder Wirkaufens. Auf den Seiten der Dienste machen Nutzer Angaben zum Gerät und dessen Zustand – und bekommen ein Preisangebot angezeigt. Jochen Fuchs von der Fachzeitschrift t3n nennt die Variante "eine schnelle, bequeme Möglichkeit an Geld zu kommen". Media-Markt und Saturn testen Automaten für den Handy-Rückkauf. "Man legt sein Handy hinein und bekommt den Preis als Gutschein ausgezahlt", erklärt Lisa Brack vom Portal Chip.de. Doch sie sagt: "Die Preise sind nicht besonders gut, selbst bei Neuware."
Gewährleistung ausschließen

Beim privaten Verkauf über eine Auktionsplattform sollte man die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung mit einem klaren Hinweis im Angebotstext ausschließen. Sonst müssten Verbraucher zwei Jahre für die Mängelfreiheit eines Artikels geradestehen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin.

Kleinanzeigen

Man kann Geräte über Online-Marktplätze wie Ebay Kleinanzeigen, Quoka oder Shpock versilbern. Oder man schaltet eine Kleinanzeige in einer Zeitung – oder hängt Zettel an schwarzen Brettern aus. Darüber hinaus bieten lokale Facebook-Gruppen die Möglichkeit, ungewollte Geschenke anzupreisen. "Bei all diesen Optionen muss man aber etwas Zeit mitbringen und Nerven beweisen, weil sich die Preisverhandlungen hinziehen können", warnt Jochen Fuchs.

Rainer Schuldt appelliert: "Vereinbaren Sie immer Abholung gegen Barzahlung." Komme ein Versand infrage, rät Lisa Brack, sich nur per Vorkasse bezahlen zu lassen – etwa per Überweisung oder über einen Bezahldienst wie Paypal. Und: "Kleinere Sachen verschickt man nur versichert, sonst könnte der Käufer behaupten, es sei nie angekommen", warnt die Expertin.

Und sonst?

Wer ungern online verkauft, kann einfach mal im Freundes- oder Kollegenkreis fragen, ob jemand das Gerät gebrauchen könnte. Und wenn auch das nicht klappt, bleibt einem immer noch die Chance, ungeliebte Artikel beim nächsten Wichteln loszuwerden. Oder man wählt die weihnachtlichste Alternative – und spendet das nicht gewünschte Geschenk.