Beruhigend und erfrischend zugleich

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 27. Februar 2019

Haus & Garten

Wasser erzielt im Garten eine besondere Wirkung.

Es muss nicht immer ein Gartenteich sein, erklärt der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in einer Pressemitteilung; auch auf andere Weise können sich Gartenbesitzer Wasser in das eigene Grün holen: als lebhaften Springbrunnen, beruhigenden Quellstein oder mit Becken, in denen sich der Himmel faszinierend spiegelt.

Schon seit Jahrhunderten ist Wasser fester Bestandteil der Gartenplanung in asiatischen, orientalischen und auch europäischen Gärten. Das kühle Nass spendet im Sommer Erfrischung und verleiht den Anlagen das gewisse Etwas. "Das Wasser ist die Seele eines Gartens", schrieb der deutsche Gartengestalter und Stadtplaner Friedrich Ludwig von Sckell daher schon 1818 und weiter: "Wenn der Künstler auch nicht vermag, seinen Gärten große Flüsse zu geben, so sollte er doch alles aufbieten, dass seine Anlagen nicht ohne Wasser, das heißt nicht ohne Leben bleiben."

Becken bringen Wasser als stilles Element in den Garten. Freistehend oder in den Boden eingelassen, aus Metall oder gemauert, wird das Wasser in diesen Gefäßen weder durch ein Gefälle noch durch eine Pumpe in Bewegung gebracht. Höchstens badende Vögel, herbeifliegende Insekten oder Wind durchbrechen ab und an die glatte Oberfläche, die wie ein Spiegel den Himmel, das Licht oder benachbarte Pflanzen und Gebäude zeigt.

Wohlüberlegt und gekonnt platziert, kann ein Garten durch diese Spiegelung größer erscheinen. Als Stilmittel bewirken Wasserflächen ein Gefühl von Weite und Ruhe, manchmal sogar Feierlichkeit. Sogenannte Reflexionsbecken werden daher oft auch in Prunkbauten integriert, wie vor dem Tadsch Mahal in Indien oder vor Schlössern der Renaissance. Mit einer gekonnten Wahl von Form, Material und Farbe können Landschaftsgärtner mit diesen Becken auch im privaten Hausgarten eine stimmungsvolle Atmosphäre schaffen: Dunkle Innenwände wirken geheimnisvoll und täuschen unendliche Tiefe vor, türkis- oder hellblaufarbene Wände vermitteln Frische und Vitalität, gemauerte Becken mit farbenfrohen Fliesen stehen für Extravaganz. Unter der Wasseroberfläche eingebaute Strahler beeindrucken auch bei Nacht. Werden die Ränder als Sitzplatz gestaltet, kann man im Sommer sogar die Füße in das kühle Nass halten und sich am Wasser entspannen.

Bei Brunnen, Fontänen oder anderen Wasserspielen steht das Wasser hingegen niemals still. Mit Hilfe von Pumpen und versteckten Auffangbecken befindet es sich in einem steten Kreislauf und übermittelt Lebendigkeit und Dynamik. Das Wasser rauscht, sprudelt, plätschert und gurgelt – wie eine fröhliche Hintergrundmusik. Solche Wasserspiele sind beliebt, allerdings ist einiges an Fachwissen nötig, um sie gekonnt in Szene zu setzen.