Noch immer Termine

Ilse Jaehner

Von Ilse Jaehner

Mo, 02. September 2019

Haus & Garten

DER NUTZGARTEN: Die Aufgaben reichen vom Radieschen bis zum Obstbaum.

Endspurt im Gartenjahr: Im Gemüsegarten sind bestimmte Saat- und Pflanztermine einzuhalten. Man sät Spinat und Feldsalat für die Ernte im Nachwinter und Frühjahr, Anfang September Frühjahrszwiebeln für die Ernte ab April, doch nur in Gegenden mit milden Wintern.

Spät gesäte Radieschen entwickeln erfahrungsgemäß besonders zarte Knollen. Schnittsalat und Blattstielgemüse entwickeln sich bis Oktober noch recht gut. Ein Versuch lohnt sich ferner mit Löffelkraut, Kerbel und Kerbelrübe. Ende September steckt man winterharte Steckzwiebeln und Knoblauchzehen. Ab und zu tut dem Boden eine Bodenkur gut, die ihn mit Humus und Bodenlebewesen anreichert. Dazu dient Gründüngung, etwa mit Bienensaug (Phacelia).

Man pflanzt im September mehrjährige Küchenkräuter, also Schnittlauch, Liebstöckel, Estragon, Zitronenmelisse, Thymian, Bergbohnenkraut, Bergmajoran, Meerrettich, Weinraute, Salbei, Pfefferminz und andere, außerdem Rhabarber. Ältere Rhabarberstöcke lassen sich im September aufnehmen und durch Teilen verjüngen. Dann pflanzt man an anderem Platz in frische, gute, nährstoffreiche Erde.

Viele Apfel- und Birnensorten werden im September pflückreif. Da heißt es aufpassen, denn auch das ist Terminsache. Es geht darum, zwischen Pflück- und Genussreife zu unterscheiden und die besten Pflücktermine abzupassen. Sowohl mittelfrühe wie späte Apfel- und Birnensorten müssen nach dem Pflücken durch kürzere oder längere Lagerung allmählich die sorteneigentümliche Genussreife erlangen. Erst dann schmecken sie richtig. Außer Kernobst reifen an Steinobst Pflaumen und Pfirsiche, wenn sie nicht schon im August so weit waren. Hinzu kommen herbsttragende Beerenobstsorten. Etwas später geht das Ernten weiter mit Wein, Kiwi und Preiselbeeren.

Ist für die Zeit nach dem Laubfall die Pflanzung von Obstgehölzen geplant, müssen jetzt Arten und Sorten ausgewählt, bei guten Baumschulen bestellt und die Pflanzstellen oder Pflanzflächen vorbereitet werden mit intensiver Bodenlockerung sowie Zufuhr von Humus und Nährstoffen. Stammformen und Obstbäume auf schwachen Unterlagen brauchen stützende Pfähle, die ebenfalls bei der Pflanzung zur Hand sein müssen, am besten schon vor der eigentlichen Pflanzung eingeschlagen werden.