Psychologie

Warum stille Kinder zu Unrecht unterschätzt werden

Stephanie Streif

Von Stephanie Streif

Di, 28. August 2018 um 16:37 Uhr

Liebe & Familie

BZ-Plus Stille Kinder haben viele Qualitäten, fallen aber auf, weil sie nicht so sind, wie unsere Gesellschaft sie gerne hätte. Es liegt an den Eltern und Erziehern, die Fähigkeiten introvertierter Kinder zu fördern.

Anton jagt in der großen Pause nicht mit den anderen Jungs über den Schulhof. Er sitzt lieber in der Sandkiste und buddelt mit seinem Freund Lauri so tiefe Löcher, bis ihre Arme im unterirdischen Tunnelsystem verschwinden. Auch im Klassenzimmer ist Anton still. Wird er aufgerufen, dann wummert sein Herz erst mal wild drauflos.

Kinder wie Anton gibt es viele. Beim Kindergeburtstag klammern sie sich ans Bein ihrer Mutter und auf dem Spielplatz lassen sie die Drängler anstandslos vor, anstatt zu protestieren. Kurios: Obwohl diese Kinder leise sind, fallen sie auf, denn Eltern und Pädagogen sorgen sich, dass sie möglicherweise niemals lernen, sich in unserer viel zu lauten Welt durchzusetzen. Die Sorge kommt nicht von ungefähr: Der Psychologe Howard Giles konnte schon 1994 nachweisen, dass Menschen, die schnell und laut sprechen, nicht nur als kompetenter und sympathischer wahrgenommen werden, sondern auch als ...

BZ-Plus-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 10 Artikel kostenlos lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 10 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ