Zisch-Schreibwettbewerb Frühjahr 2020 I

Das lebendige Skelett

Fr, 03. April 2020 um 10:41 Uhr

Schreibwettbewerb

Von Tabea Muy, Klasse F5, Clara-Grunwald-Schule, Freiburg

B. Zetti und Betti Z. waren ganz schön in Eile. Die beiden Reporter hatten gehört, dass auf der großen Wiese hinter der Grundschule ein menschliches Skelett herumläuft, als wäre es lebendig. Manche Menschen sagten: "Das kann nicht sein." Andere sagten, dass es eine Warnung Gottes sein müsse. Die beiden wollten herausfinden, was es mit dem Skelett auf sich hat. Also liefen sie schnell hinter die Grundschule. Aber es war nicht da.

Plötzlich hörten sie einen Schrei. Er kam aus der Richtung der Kirche. Betti Z. keuchte: "Was war das?" B. Zetti antwortete: "Ich weiß es nicht. Aber lass uns nachschauen." So schnell sie konnten, rannten sie zur Kirche. Da stand eine Frau. Sie sah aus, als wäre ihr ein Gespenst begegnet. "Was ist los?", fragten B. Zetti und Betti Z. wie aus einem Mund. Die Frau sagte stotternd "Da, da … ein Skelett! Es ist daaaa lang." Sie zeigte nach rechts.

Die beiden rannten los, vorbei an Häuser und Gärten. Sie düsten einfach nur immer nach rechts. Als sie schon eine Stunde einfach nur immer nach rechts gelaufen waren, wollten sie gerade aufgeben. Da sahen sie einen knochigen Schatten huschen. B. Zetti flüsterte leise: "Hast du das auch gesehen?" Betti Z. nickte und bestätigte: "Wir müssen hinterher." Sie liefen, was das Zeug hält. Als sie es fast eingeholt hatten, fiel B. Zetti etwas auf. Das Skelett hatte etwas auf dem Kopf, das nicht zu einem menschlichen Skelett gehört. Da stellte B. Zetti fest: "Was ist da auf dem Kopf? Ich kann nicht mehr!" Betti Z. antwortete: "Ich weiß es nicht, aber ich habe auch was gesehen."

Ganz plötzlich kam ein Mann angerannt. Er erkundigte sich: "Habt ihr meine Drohne oder, anders gesagt, das lebendige Skelett gesehen?" "Warum fragen Sie danach?", fragte Betti Z.. "Also", antwortete der Mann, "es ist so: Ich wollte testen, ob meine Drohne auch etwas tragen kann und habe vier Schnüre befestigt und einen Haken daran gemacht. Es hat auch geklappt, bis die Fernbedienung kaputt gegangen ist." "Lass mich raten", meinte B. Zetti, "dann ist es wild geworden und hat – als das Königsskelett fürs Museum ausgepackt wurde – sich das Skelett geschnappt und ist herumgegeistert." Der Mann nickte.

Es knallte heftig! BUMS! Alle drei hetzten, obwohl sie kaputt waren, dorthin, wo sie den Knall gehört hatten. Da lagen die Drohne und das Skelett auf dem Boden. B. Zetti erkannte: "Deine Drohne ist kaputt. Sie ist gegen eine Laterne geflogen." Als die drei das Skelett wieder zurückgegeben hatten, sind sie erst mal nach Hause gelaufen.

Am nächsten Morgen lasen die beiden, wie jeden Morgen, die Badische Zeitung. Auf der zweiten Seite stand in großen Buchstaben: "KÖNIGSSKELETT GERETTET DANK DER HILFE VON B. ZETTI UND BETTI. Z."