Fluchtpunkt

Baden wie in alten Zeiten

Geraldine Friedrich

Von Geraldine Friedrich

Fr, 19. Juni 2020 um 19:00 Uhr

Reise

An dieser Stelle schreiben Autorinnen und Autoren der Badischen Zeitung über ihre Lieblingsplätze.

Teuer, teuer, teuer! Dieses Image haftet dem eidgenössischen Genf an. Doch es gibt sie, die Günstig-Inseln in der noblen Metropole. Eine davon sind die Bains de Paquis. Nur wenige Meter vom exquisiten Fünf-Sterne-Hotel Beau-Rivage entfernt, kostet das Retro-Erlebnis in diesem Bad nur läppische zwei Franken Eintritt. Der Gast wandert auf knarzendem Holz zu den nostalgischen Badehäusern und sucht sich ein Plätzchen auf den Stegen oder direkt am Sandstrand. Einen Eins-A-Blick auf Genfs Wahrzeichen Nummer eins, den Jet d’eau , gibt es gratis on top. In den Bains de Paquis treffen sich vor allem die Einheimischen – alte, junge und Familien, Leute nach der Arbeit. Dass das Bad noch im Original existiert, verdanken die Genfer in erster Linie sich selbst. In den 1980er Jahren wollte die Stadt das Bad abreißen. Wie in der Schweiz üblich fand dazu ein Referendum statt. Das Ergebnis: Es durfte zum Glück bleiben!

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