Im Reich des Hunsrück-Tigers

Rolf Müller (Text und Fotos)

Von Rolf Müller (Text und Fotos)

Sa, 23. September 2017

Reise

Genusswandern plus Naturkunde: unterwegs in Naheland, dem Hunsrück und in Deutschlands jüngstem Nationalpark / .

Dirk Paul klingt heiser. Nach Ferienfreizeiten mit 700 Kindern in zwei Wochen ist die Stimme angeschlagen. Heute Vormittag hat er eine weniger anstrengende Gruppe älterer Zuhörer für einen Vortrag über Deutschlands jüngsten Nationalpark im Hunsrückhaus auf dem Erbeskopf vor sich. Im Mai vor zwei Jahren wurde der Nationalpark Hunsrück-Hochwald eröffnet, daran erinnert ein Denkmal auf dem höchsten Berg von Rheinland Pfalz. Der Erbeskopf liegt etwas außerhalb des Nationalparks und soll mit dem Hunsrückhaus zu einem der drei geplanten Nationalparktore werden. "Wir sind ein Entwicklungsnationalpark", sagt Paul. 28 Jahre müsse noch daran gearbeitet werden, die Fichten zugunsten der Buchen zurückzudrängen und eine Wildniszone entstehen zu lassen.

10 200 Hektar ist der Park groß, der sich über die Höhenzüge des Hunsrücks erstreckt. Schon heute ist der Park für das Bundesamt für Naturschutz eine "Hotspot-Region für biologische Vielfalt". Zehn Prozent liegen im Saarland, womit der Nationalpark der einzige Ländergrenzen überschreitende unter den 16 deutschen Nationalparks ist. Es gibt noch eine weitere Besonderheit: Drei Dörfer liegen im Nationalpark, "das sind unsere Eingeborenen", scherzt Paul.

Bei der Planung gab es nicht nur die bekannten Ängste vor dem Borkenkäfer, gegen den eine 500-Meter-Sicherheitszone eingerichtet wurde, sowie den Widerstand der heimischen Holzindustrie, sondern auch ein ganz spezifisches ...

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