Rheinfelden

Das neue St. Josefshaus in Herten nimmt Form an

Rolf Reißmann

Von Rolf Reißmann

Di, 14. Mai 2019 um 17:30 Uhr

Rheinfelden

Das St. Josefshaus Herten befindet sich in einem Reformprozess. Aussehen und Funktion der Wohn- und Betreuungseinrichtung wird sich in den kommenden Jahren weiter verändern.

Der Komplexstandort Herten bleibt auf jeden Fall erhalten, dennoch wird die Wohn- und Betreuungseinrichtung St. Josefshaus ihr Aussehen und die Funktion in den kommenden Jahren weiter verändern. Mit dieser Aussage begann Birgit Ackermann ihren Vortrag zur Zukunft des St. Josefshauses zur Information der CDU-Gemeinderäte und -Kandidaten, die sich über die Zukunft und die Entwicklung des St. Josefshauses Herten informierten. Die Geschäftsführerin beschrieb, wie weit die Planungen vorausreichen. Insgesamt gehe es um mehr Öffnung. Etliche Bewohner werden umziehen in kleinere, selbstständige Wohngruppen, vielfach in andere Orte. Hintergrund ist auch die neue Landesheimbauverordnung, die eigentlich ab diesem Jahr nur Einzelzimmer für die Bewohner zulässt. So schnell sei dies nicht zu realisieren, Übergangsfristen müssten ausgeschöpft werden. "Auch wenn es hier in Herten große Veränderung geben wird, das Zentrum der Einrichtung bleibt hier.

Herten bleibt Komplexstandort

Mit Verwaltung, Therapie, Wohnen und Beschäftigung bleibt Herten ein Komplexstandort", beschrieb Ackermann. Mehrfach sprach sie die enge Bindung zwischen Einwohnern, Mitarbeitern und Bewohnern an. So gab es kürzlich das erste inklusive Rentnertreffen. Da kamen einstige Mitarbeiter mit Bewohnern zusammen, die in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen arbeiteten und nun ebenfalls im Rentenalter sind. Freundliche und emotional sei es gewesen, eine wahre Freude für alle Teilnehmer. Mehrere bauliche Veränderungen stehen unmittelbar bevor, in wenigen Wochen wird das inklusive Wohnhaus an der Burgfeldstraße bezogen, dort ziehen bisherige Bewohner des großen Bernhardshauses ein. Die Wohnungen im Obergeschoss werden auf dem freien Wohnungsmarkt angeboten. Bereits geräumt wurde der einstige Komplex der Hauswerkstätten, also jene Gebäude in denen früher Schreiner, Elektriker, Sanitärinstallateure ihr Domizil hatten. Dort werden neue Wohnhäuser entstehen, dann, und das könnte 2024 sein, wird das etwas desolate Bernhardhaus abgerissen.