Mehrere Partner

Rheinfelder gründen ein Werkstatt für Kinderrechte

Leony Stabla

Von Leony Stabla

So, 08. Mai 2022 um 10:04 Uhr

Rheinfelden

In Rheinfelden soll ein Frühjahr 2023 ein Kinderrechtsweg mit sechs Mitmachstationen entstehen. Die Organisatoren haben mehrere namhafte Partner gewinnen können.

Eine "Werkstatt Kinderrechte" ist dabei, in Rheinfelden bis Frühjahr 2023 einen Kinderrechtsweg mit sechs Mitmachstationen entstehen zu lassen. Die Organisatoren Kreisjugendreferat und Familienzentrum Rheinfelden haben dazu viele namhafte Partner mit ins Boot geholt. Auch Grenzach-Wyhlen gehört zu den vier Gemeinden im Kreis Lörrach, in denen es Kinderrechtswege geben soll. In Rheinfelden beginnen sie.

Viele Kinder kennen ihre Rechte sehr gut, doch das Verständnis der Gesellschaft geht immer weniger in Richtung Kinder. Das ist eine Erkenntnis, die Kreisjugendreferentin Gisela Schleidt bei einer Befragung von Kindern des Landkreises Lörrach gewonnen hat. Was kann man tun, um mehr Menschen auf Kinderrechte aufmerksam zu machen? Zuerst mal mehr Kooperationspartner suchen. Genau das gelang dem Kreisjugendreferat. Nachdem die vier Familienzentren des Landkreises gerade erst ein gemeinsames Kinder- und Jugendschutzkonzept erarbeitet haben, sollen die Kinderrechte nun durch einen Kinderrechtsweg in vier Gemeinden weiter in den Fokus gerückt werden.

Sprechender Roboter erzählt Witze

Als erstes steht Rheinfelden als Standort für das Vorhaben auf dem Programm. In sechs Workshops sollen ebenso viele Mitmachstationen zum Thema Kinderrechte in der Stadt entstehen. Dabei werden Kinder- und Jugendgruppen mit Handwerkern und pädagogischen Fachkräften zusammenarbeiten. Dieses Projekt wird mit mehr als 35.000 Euro von der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg unterstützt.

Recht weit gediehen sind bereits die Pläne des Kulturparks Tutti Kiesi: In einer Elektrowerkstatt wird unter anderem an einem sprechenden Roboter gebaut, der Witze erzählen soll. Natürlich muss die Station auch ordentlich blinken und sich bewegen, so haben die Kinder es sich gewünscht. Eine Solarzelle wird für den nötigen Strom sorgen. "Dass das alles funktioniert, den Vorschriften entspricht und auch sicher ist, ist eine Herausforderung, nicht nur für die Kinder", gesteht Elektrotechniker Dietmar Trimpin, der die Gruppe mit Alexander Keil anleitet. Er sei aber zuversichtlich.

Die Kunstküche und die ambulante Familienhilfe des Sankt Josefshauses arbeiten gemeinsam mit einer Gruppe, die je zur Hälfte aus Kindern des Heims und der "Kiselkids" besteht, an einer Installation aus Fahnen und einer Leiter, die Kinderrechte zeigen sollen. Die ersten Ergebnisse der Gruppe der Kita Regenbogen in Kooperation mit Dorothee Rottman von der Gartenpflege "Grüne Finger" sind bereits auf der Wiese des Familienzentrums zu sehen. Hier haben die Kinder Bäumchen gepflanzt, die sie hegen und pflegen, bis sie als "Kinderrechtswald" in den öffentlichen Raum umgepflanzt werden.

BZ wird das Projekt bei seiner Entstehung begleiten

In zwei Ferien-Workshops dürfen zum anderen Jugendliche mit Wolfgang Krell dauerhafte Graffiti zum Thema Freiräume sprayen, zum anderen wird das Spieldorf Herten in Zusammenarbeit mit der pädagogischen Ideenwerkstatt "Bagage" aus Freiburg mit Kindern im Grundschulalter "Kunst ohne Dach" entwerfen. Ebenfalls für Jugendliche leitet Georg Staudenmayer eine Gruppe in der Schmiedekunst an und baut mit ihnen eine Skulptur.

Der Kinderrechtsweg soll im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Danach wird der Weg in Grenzach-Wyhlen fortgesetzt werden. Die BZ wird das Projekt bei seiner Entstehung begleiten und in einer losen Reihe die Werkstätten vorstellen.