Bilder, die die Liebe zur Heimat zeigen

Christiane Franz

Von Christiane Franz

Do, 19. September 2019

Riegel

Zahlreiche Besucher kamen zur Vernissage zum 100. Geburtstag von Hans Hoppe ins Riegeler Rathaus .

RIEGEL. Groß war das Interesse an den Bildern von Hans Hoppe, der am vergangenen Sonntag 100 Jahre alt geworden wäre. "Am 9. August 2009 hat er den Zeichenstift für immer beiseitegelegt, doch seine Werke bleiben uns erhalten", heißt es in der vom Geschichtsverein ausgelegten Vita über den ersten Riegeler Kunstmaler. Und so haben viele Bürger ihre Werke von Hans Hoppe für die Geburtstagsausstellung zur Verfügung gestellt.

An vier Orten waren sie zu betrachten, im Rathaus, im Atelier "Kunstwelten im Engel" von Cordula Böhle, im Schaufenster des Frisörs Keucher und im Atelier von Karl-Heinz Thiel. Im Rathaus fand die Vernissage statt, an der auch Ehefrau Erika Hoppe mit Sohn Markus und dessen Frau teilnahm. Musikalisch umrahmte Axel Ringwald am Saxophon die Vernissage.

Die zumeist mit Kohlestift getreu wiedergegebenen Ansichten Riegels zu Lebzeiten des Malers fanden große Beachtung. Eingehend wurden inzwischen verschwundene Häuser oder Baudenkmäler betrachtet. Manche der Zeichnungen könnten auch heute entstanden sein, so wenig hat sich an anderen Orten geändert.

Hans Hoppe arbeitete mit dem Zeichenstift akribisch genau, dann wieder mit dem Kohlestift in wenigen, akzentuierten Strichen und hielt sowohl den Ort als auch die Stimmung für den Betrachter fest. Zu sehen waren neben den zumeist gerahmten Zeichnungen auch Karikaturen, die einst in der BZ erschienen sind, Titelseiten der Almanache und Skizzen zu Fastnachtsfiguren.

Karl-Heinz Thiel übernahm es, die einleitenden Worte bei der Vernissage zu sprechen. Dass so viele Besucher gekommen waren, wertete Thiel mit Freude als Zeichen, dass "Kunst lebendig ist und nicht im abgeschlossenen Raum stattfindet". Der Malerkollege blickte auf die erste Begegnung mit und auf die Vita von Hans Hoppe zurück (die BZ berichtete). "In seinen Bildern ist die heimatliche Liebe zu spüren", sagte Thiel und traf damit wohl auf allgemeine Zustimmung der Zuhörer. Er dankte den Leihgebern, Sybille Müller und Nikolaus Barst vom Geschichtsverein und der Gemeinde, die die Ausstellung zu Ehren des Maler ermöglichten.

Auch Erika Hoppe sah sich staunend um. "Ich habe alle Werke gesehen, als sie fertig waren – und dann nicht mehr", sagte Hoppe, der vom Werk ihres Mannes nur wenige Bilder geblieben sind.