RP erteilt Erlaubnis

Riehen AG darf am Grenzacher Horn nach Erdwärme suchen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 24. November 2021 um 15:48 Uhr

Grenzach-Wyhlen

Die Schweizer Wärmeverbund Riehen AG darf am Grenzacher Horn nach Erdwärme suchen. Das Regierungspräsidium hat die Erlaubnis erteilt – Bohrungen sind damit noch nicht gestattet.

Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau im Regierungspräsidium Freiburg hat der Wärmeverbund Riehen AG die bergrechtliche Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme in Grenzach-Wyhlen erteilt. Wie das RP am Dienstag mitteilte, waren an dem Verfahren die Fachbehörden und die Gemeinde Grenzach-Wyhlen als Träger öffentlicher Belange beteiligt. Das RP weist darauf hin, dass die Aufsuchungserlaubnis noch keine Arbeiten im Feld gestattet.

Der Wärmeverbund Riehen, an dem die Gemeinde Riehen und die Industriellen Werke Basel beteiligt sind, hat 1989 seinen Betrieb aufgenommen und versorgt seit 1994 die Gemeinde mit klimafreundlicher Erdwärme. Seit 1997 wird zudem ein Stadtteil Lörrachs mit Fernwärme versorgt. Künftig soll der Betrieb um neue Anlagen erweitert und das Fernwärmenetz ausgebaut werden. Dazu möchte der Wärmeverbund in den nächsten zwei Jahren die weiteren Nutzungsmöglichkeiten von tiefer Erdwärme für die Wärmeversorgung in der Region erkunden und bewerten.

Gemarkung Grenzach gehört zum Messgebiet

Als Grundlage dafür sollen Anfang 2022 mit geophysikalischen Messungen neue Daten über die Beschaffenheit des Untergrundes gewonnen und ausgewertet werden. Das Messgebiet erstreckt sich im Wesentlichen auf Schweizer Seite. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, muss auch die Gemarkung Grenzach in die Messungen einbezogen werden. "Geologische Strukturen und Warmwasserströme machen nicht an Ländergrenzen halt", heißt es dazu aus dem RP. Erdwärme-Bohrungen auf deutscher Seite seien im Rahmen dieses Vorhabens aber nicht geplant.

Weitere Genehmigungsschritte erforderlich

Die bergrechtliche Erlaubnis gestattet dem Wärmeverbund Riehen exklusiv die Erkundung von Erdwärme im Erlaubnisfeld. Die vorgesehenen geophysikalischen Messungen sind mit dieser Erlaubnis noch nicht gestattet. Dafür sind weitere Genehmigungsschritte erforderlich, an denen die Träger öffentlicher Belange jeweils beteiligt werden. Das RP setzt zudem eine intensive Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens voraus, um diese Messungen vorzubereiten und zu begleiten, so die Behörde am Dienstag.