Entrückter Schmerz

Robert Wilson inszeniert „The Life and Death of Marina Abramovic“ in Basel

Bettina Schulte

Von Bettina Schulte

Fr, 15. Juni 2012

Theater

Robert Wilsons Inszenierung "The Life and Death of Marina Abramovic" in Basel.

Tod? Wieso eigentlich Tod? In Robert Wilsons Inszenierung "The Life and Death of Marina Abramovic" steht die serbische Performance-Künstlerin sehr lebendig mit auf der Bühne. Wobei lebendig bei diesem Regisseur anderes meint als üblich: Es ist ja ein eingefrorenes Leben, das Wilson seit Jahrzehnten zelebriert, ein in seine hoch artifiziellen Lichtkunsträume eingepasstes Leben: Menschen wie Puppen oder Scherenschnitte, die über die Bühne schreiten wie an unsichtbaren Fäden gezogen – irreale, surreale Traumbilder, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen. So wie jene drei Katafalke, auf denen eine maskenhaft verdreifachte Marina Abramovic zu Beginn der im Umfeld der Art Basel auf der Großen Bühne des Basler Theaters gezeigten Aufführung liegt: totenstarr, während zwei Dobermänner zwischen den Aufgebahrten herumschnüffeln. Nach einem alten tibetischen ...

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