Stars auf Rollen in Freiburg

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

Mi, 08. Mai 2019

Rollkunstlauf

Der Internationale Deutschlandpokal der Rollkunstläufer ist Teil des Jubiläums "175 Jahre FT".

FREIBURG. Sie wollen es smart feiern, ihr Jubiläum, keinen großen Aufwand treiben, aber doch selbstbewusst auf die Kraft und die Stärken ihres Vereins aufmerksam machen, die Verantwortlichen der Freiburger Turnerschaft von 1844. Seit 175 Jahren gibt es die FT nun schon, aktuell zählt sie rund 6500 Mitglieder, und sie ist gleichermaßen ein Ort für den Breiten- und den Spitzensport. Im Rollkunstlauf etwa, dem Klassiker auf vier Rollen, kann jeder mitmachen, einfach zum Spaß. Wer es aber nach langen Jahren in die internationale Spitze bringen will, muss enorm viel Zeit und Energie investieren in diese ästhetische Spielart der Bewegung, die sich in vielem mit dem Eiskunstlauf vergleichen lässt.

In Italien, Argentinien und einigen anderen Ländern genießt der Rollkunstlauf ein weit höheres Ansehen als in Deutschland, die Leistungsdichte ist ungleich höher. Daher lohnt es sich auch wieder ganz besonders, in dieser Woche einmal vorbeizuschauen in der Schauenberghalle der FT. Rund 200 Spitzenläuferinnen und -Läufer treten noch bis zum Samstag wieder beim Internationalen Deutschlandpokal an. Sie reisten aus Südamerika an, Australien, Ostasien – und natürlich auch aus Europa. Die Wettkämpfe zählten neben den Welt- und Europameisterschaften zu den "größten internationalen Veranstaltungen überhaupt im Rollkunstlauf", sagt der FT-Verantwortliche Michael Obrecht. Vor allem die Kür-Wettbewerbe mit ihren zahlreichen Dreifachsprüngen am Samstag werden einen Besuch wert sein.

Die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden wohl eher wieder schon unter der Woche im Pflichtlauf gute Platzierungen erreichen. Dabei geht es darum, Kreise und Linien auf dem Hallenboden höchst präzise nachzufahren – eine Kunst, die von Außenstehenden gern unterschätzt wird. Zum deutschen Team gehören vier FT-Starterinnen: Laura Jendricke, Tamina de Silva, Alina de Silva und Julia Schmid. Der Pokal ist diesmal eingebettet in die Serie der Veranstaltungen, mit denen die Freiburger Turnerschaft ihr 175-jähriges Bestehen feiert.

Weitere Informationen auf http://www.ft1844-freiburg.de