Konstrukteur

Europa-Park: Wer steckt hinter der neuen Holzachterbahn?

Klaus Fischer

Von Klaus Fischer

Mi, 22. Februar 2012 um 18:30 Uhr

Rust

Er ist der geistige Vater aller Windungen und Richtungswechsel: Der US-Ingenieur Joe Dravers entwickelt die neue Holzachterbahn im Europa-Park Rust - auch für ihn eine Herausforderung.

RUST. Mit dem schwarzen Notizbuch auf dem Schreibtisch wird gearbeitet. Das sieht man ihm an. "Das Buch ist mein ständiger Begleiter auf der Baustelle. Beobachtungen sind darin festgehalten, Detailpläne, Berechnungen und Ideen. Ihm vertraue ich auch meine kleinen Geheimnisse", sagt Joe Draves. Der Mann aus Connecticut ist Chefingenieur bei Great Coasters International/Pennsylvania, dem Branchenführer unter den Herstellern von Holzachterbahnen – und er ist der geistige Vater der neuen Achterbahn Wodan-Timburcoaster im Europa-Park. Zum Auftakt der Sommersaison am 31. März wird sie die Attraktion im Park sein.

In einem Container direkt an der Baustelle zwischen Blue Fire und Atlantica in Nachbarschaft zum isländischen Themenbereich hat sich Joe Draves ein Büro eingerichtet. Einige Kilogramm Papiere türmen sich auf seinem überdimensionalen Schreibtisch. Es sind Berechnungen und rund 1000 Detailpläne der filigranen Holzkonstruktion. "Wir sind noch nicht fertig," grinst der Mittdreißiger mit extremem Kurzhaarschnitt und breitem Mittelscheitel übers ganze Gesicht. In seiner weiten Thermohose und dem grauen Kapuzenshirt bedient er jegliches Klischee vom immer coolen, immer lockeren Amerikaner.

Das ändert sich aber schlagartig, wenn er an das breite Fenster seines Containers tritt und auf die gigantische, 35 Meter hohen Konstruktion aus Holz und Metallbolzen blickt. Dann beginnen seine Augen zu leuchten. "Ich habe schon einige Bahnen gebaut, aber dieses Projekt hier ist etwas ganz ...

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