SPD fordert Ortsumfahrung Ost

Adelbert Mutz

Von Adelbert Mutz

Sa, 18. Mai 2019

Rust

Ruster Sozialdemokraten stellen Kandidaten und Wahlprogramm vor.

RUST (amu). "Klare Werte – starke Ziele", mit diesem Slogan werben die vier Kandidatinnen und acht Kandidaten des SPD-Ortsvereins Rust um die Gunst der Wähler. Mit dem Gruppenbild auf einem Fischerkahn im Taubergießen wollen sie bildhaft ihre Geschlossenheit, Heimatverbundenheit und die Bewahrung der Natur in der Tourismusgemeinde vermitteln.

Vor allem in der Familienpolitik habe Rust in der jüngeren Vergangenheit große Anstrengungen unternommen, wozu gerade die SPD entscheidende Impulse gegeben habe, erklärte Gemeinderat Karl-Heinz Debacher bei der Vorstellung der Kandidaten. Stichworte seien hier das Jugendzentrum, die beitragsfreie Kita, der Familienpass oder die Verlegung der Schulsportanlage. Das Planung und Bau des Bürgerhauses ins Stocken geraten war, sei dem Hallenneubau geschuldet.

Ein deutliches Nein sagt die SPD zu Transportsystemen im und durch den Taubergießen. Eine Ostumfahrung auf bereits bestehenden Wegen mit wenig Landschaftsverbrauch werde von ihr gefordert und sei unerlässlich.

Die Verlegung des Sportplatzes an den östlichen Ortsrand von Rust bleibe eines der Hauptanliegen des SPD-Ortsvereins, so Debacher. Das habe die SPD bereits bei der letzten Kommunalwahl 2014 gefordert. Der Zugang zu den Sportstätten stelle eine Gefahr für Kinder und Jugendliche dar. Tennisanlage, Naturzentrum und Straßenfest sowie der Zugang zum Allmendwald sollen indes Bestandssicherheit haben.

Ein wichtiger Punkt für die SPD seien Verbesserungen für Senioren, so Debacher. Sie seien bisher zu kurz gekommen. Vorgeschlagen wird unter anderem der Bau eines Pflegeheims. Mit Netzwerken oder Partnerschaften, zum Beispiel mit der Schule, sollen Senioren noch stärker in das öffentliche Leben eingebunden werden.

Aus dem Zuhörerkreis gab es auch Kritik an Entscheidungen des Gemeinderats: Als "Fehlplanung" bezeichnete ein Bürger die geplante neue Bushaltestelle an der Schlossmauer, da keine Busparkbucht vorhanden sei. Er bewertete es als hohes Gefahrenpotential in der Fischerstraße.