Mein Smartphone und ich

Sachbuch-Tipps zu digitalen Medien

Michael Neubauer

Von Michael Neubauer

Mi, 13. März 2019 um 17:36 Uhr

Computer & Medien

Literatur zum Thema Smartphone und digitale Medien: Welche Sachbücher sind lesenswert? Hier ein paar Tipps.

Thomas Feibel: Jetzt pack doch mal das Handy weg. Wie wir unsere Kinder von der digitalen Sucht befreien. Berlin: Ullstein Verlag 2017. 271 Seiten. 9,99 Euro.
Gerade für Eltern ist dieses Taschenbuch eine hilfreiche Einführung zum einen in die Smartphone-Welt, zum anderen in das Handy-Erziehungsthema. Mit vielen Tipps, welche Regeln sinnvoll sind. Feibel ist kein Smartphoneverteufler, das macht den Ratgeber so sympathisch. Dennoch benennt er klar die Gefahren und die Erziehungsfallen.

Georg Milzner: Digitale Hysterie. Warum Computer unsere Kinder weder dumm noch krank machen. Weinheim: Beltz Verlag 2016. 255 Seiten. 18,95 Euro.
Für den Münsteraner Psychotherapeuten Georg Milzner stecken hinter den Smartphone- und Computerproblemen in Familien häufig Beziehungsprobleme. Kinder, die mit diesen Geräten gut umgehen, seien viel gesünder, sozialer und intelligenter als viele Kritiker behaupten.

Georg Milzner: Wir sind überall, nur nicht bei uns. Leben im Zeitalter des Selbstverlusts. Weinheim: Beltz Verlag 2017. 265 Seiten, 19,95 Euro.
Die Reizüberflutung überfordert viele – gerade durch die digitalen Medien und mobile Geräte wie das Smartphone verlieren viele das Selbstgefühl. Psychotherapeut Milzer zeigt Wege, wie man damit umgehen kann – ohne eine Untergangsstimmung zu beschwören.

Paula Bleckmann: Medienmündig. Wie unsere Kinder selbstbestimmt mit dem Bildschirm umgehen lernen. Hamburg: Klett-Cotta Verlag 2018 (6. Auflage). 251 Seiten, 18 Euro.
Paula Bleckmann ist Medienpädagogin mit Schwerpunkt Mediensuchtprävention. Sie erklärt, wie Kinder mit Hilfe ihrer Eltern medienmündig werden und hat auch Tipps für den Alltag.

Detlef Scholz: Scholz: #Familie - Entspannter Umgang mit digitalen Medien. Heidelberg: Carl Auer Verlag. 176 Seiten, 17,95 Euro.
Den richtigen Umgang mit Medien lernen Kinder in der Familie. Das eigene Verhalten der Eltern spielt eine wichtige Rolle. Der Autor greift in seinem Buch auf Erkenntnisse der Hirn-, Lern-, Medien- und Familienforschung zurück.

Adam Alter: Unwiderstehlich. Der Aufstieg suchterzeugender Technologien und das Geschäft mit unserer Abhängigkeit. Übersetzt von Stephan Pauli. Berlin Verlag, Berlin 2018. 368 Seiten, 22 Euro.
Der Sozialpsychologe Adam Alter sieht einen bedrohlichen Anstieg von Verhaltenssüchten im digitalen Zeitalter. Mails, Likes und Posts, Online-Shopping oder TV-Serien, langes Daddeln mit dem Smartphone: Er erklärt, wie die Nutzer der Medien unter anderem durch Design verführt werden, viel Zeit damit zu verbringen.

Jan Kalbitzer: Digitale Paranoia. Online bleiben, ohne den Verstand zu verlieren. München: C.H. Beck 2016. 208 Seiten, 16,95 Euro.
Der Psychiater Jan Kalbitzer untersucht die Auswirkungen des Internets auf unsere Psyche. Und er fragt, warum uns das Digitale so viel Angst macht. Was machen die neuen Medien und die Technologie mit uns? Er zeigt Verhaltensexperimente, die man selbst ausprobieren kann.

Alexander Markowetz: Digitaler Burnout. Warum unsere permanente Smartphone-Nutzung gefährlich ist. Droemer Verlag: München 2015. 220 Seiten, 19,99 Euro.
Der Informatik-Professor von der Universität Bonn hat das Menthal-Projekt gestartet: Mit einer App gleichen Namens hat er das Verhalten der Nutzer dokumentiert und erstmals eine große Erhebung dazu veröffentlicht.