Bundesliga

SC-Frauen verlieren Auftaktspiel gegen den FC Bayern München

Eyüp Ertan

Von Eyüp Ertan

Sa, 17. August 2019 um 16:34 Uhr

SC Freiburg

Zu leichte Gegentore haben die Frauen des SC Freiburg gegen Ex-Trainer Jens Scheuer und den FC Bayern kassiert. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit muss sich der SC mit 1:3 (1:1) geschlagen geben.

Mit viel Spannung war das Spiel zwischen dem Sportclub und den Bayern erwartet worden – nicht nur wegen des Umstands, dass Trainer Jens Scheuer erst in diesem Sommer nach München gewechselt war und auch Nationalspielerin Giulia Gwinn die Freiburger Farben durch das Münchner Trikot eingetauscht hatte. Gleich fünf ehemalige Freiburgerinnen standen in der Startelf der Gäste aus Bayern, mit Carolin Simon war eine weitere Spielerin auf der Bank.

Führung der Bayern nach 18 Minuten

Meisterschaftansprüche hatten die Münchner vor dem Saisonstart geäußert – diesen ließen die Spielerinnen von Jens Scheuer auf dem Platz Taten folgen. In der 18. Minute war es Jovana Damnjanovic, die nach einer Flanke von Ex-SC-Spielerin Giulia Gwinn per Kopf den Führungstreffer für die Münchnerinnen erzielt hatte. Die Spielerinnen von SC-Coach Daniel Kraus, sie machten in dieser Szene insbesondere im Defensivverbund keinen hellwachen Eindruck.

Beeindrucken ließen sich die Freiburgerinnen durch diesen Rückstand eher weniger – trotz der dominanten und ballbesitzorientierten Spielweise der Gäste versuchte der Sportclub durch aggressives Gegenpressing den Vizemeister aus Bayern immer wieder unter Druck zu setzen. Noch vor dem Pausenpfiff gelang den Freiburgerinnen der Ausgleich: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld, getreten von Nationalspielerin Klara Bühl, konnte Janina Minge freistehend im Münchner Strafraum den Kopf hinhalten – die Zuordnung bei den Münchnerinnen stimmte hinten und vorne nicht. Unverdient war dieser Ausgleich vor der Pause nicht: Das Spiel bewegte sich weitestgehend auf Augenhöhe, obschon die Gäste leichte Feldvorteile verzeichneten.

Doppelschlag nach dem Wiederanpfiff

Einen denkbar ungünstigen Start erwischten die Freiburgerinnen jedoch nach der Pause: Nach einem starken Zuspiel von Beerensteyn konnte FCB-Neuzugang Linda Dallmann sehenswert mit einem gechippten Ball über SC -Torhüterin Merle Frohms zum 2:1 einnetzen – zu diesem Zeitpunkt waren erst drei Minuten der zweiten Hälfte gespielt (48.). Nur wenige Minuten später dann das nächste Gegentor, der Nackenschlag für den Sportclub: Eine Flanke von der rechten Seite entschärfte SC-Keeperin Merle Frohms mit den Fingerspitzen, Freiburgs Außenverteidigerin Naomi Megroz war jedoch sichtlich überrascht von der Kugel. Linda Dallmann nutzte diese Verwirrung – das 1:3 aus Freiburger Perspektive (55.).

Obschon den Freiburgerinnen noch genügend Zeit für ein Aufbäumen geblieben wäre, plätscherte die Partie dem Ende entgegen. Der FC Bayern ließ dabei drei weitere Großchancen liegen, auf Seiten der Freiburgerinnen wurden die wenigen Möglichkeiten, die sich ergaben, nur unzureichend genutzt. Die Auftaktniederlage wurde nach einer dreiminütigen Nachspielzeit durch den Pfiff von Schiedsrichterin Christina Biehl besiegelt.