Bundesliga

SC Freiburg kassiert gegen Paderborn nach schwachem Spiel verdiente 0:2-Niederlage

BZ-Redaktion, dpa

Von BZ-Redaktion & dpa

Sa, 25. Januar 2020 um 17:51 Uhr

SC Freiburg

Gegen den Tabellenvorletzten der Bundesliga muss sich der SC Freiburg mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. Dabei agierten die Freiburger über weite Strecken der zweiten Halbzeit in Überzahl.

Ein überraschend schwacher SC Freiburg musste sich gegen die als Tabellenletzten angereiste Paderborner trotz 30-minütiger Überzahl mit 0:2 (0:0) geschlagen geben.

Auch Waldschmidts Comeback hilft nicht

Christopher Antwi-Adjei (48. Minute) und Abdelhamid Sabiri (85.) per Foulelfmeter sorgten vor 23 500 Zuschauern im Schwarzwaldstadion für eine bittere Niederlage, zumal Padeborns Jamilu Collins bereits in der 59. Minute mit Gelb-Rot vom Platz geschickt worden war. Auch das Comeback des lange verletzten Nationalspielers Luca Waldschmidt in der 72. Minute half Freiburg nicht.

SC-Stürmer Nils Petersen äußerte sich nach dem Spiel beim Fernsehsender Sky: "Der letzte Punch hat gefehlt, die erste Halbzeit war schwierig – auf beiden Seiten wenig Aktionen. Wir wussten, dass wir vielleicht wieder auf die eine Chancen warten und effektiv sein müssen. In der zweiten Halbzeit bekommen wir direkt nach dem Halbzeitpfiff das Gegentor, das macht den Gegner stark." Petersen, selbst mit guten Torgelegenheiten, aber ohne einen Treffer, fügte hinzu: "Dann läufst du die ganze Zeit nur hinterher, versuchst wie wild anzurennen – viele Bälle in den Strafraum. Aber heute war so ein Tag, da hättest du noch eine Stunde spielen können und da wäre keiner reingegangen. Man muss auch Paderborn gratulieren, es war eine reife und sehr abgeklärte Auswärtsleistung."

Neues Tabellenschlusslicht ist Fortuna Düsseldorf, die punktgleiche Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel tritt aber auch erst am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) bei Bayer 04 Leverkusen an. Freiburg bleibt im oberen Mittelfeld der Tabelle, musste aber mit Blick auf seine leisen Europapokal-Hoffnungen einen Dämpfer hinnehmen.

Gute Gelegenheiten liegen gelassen

Einen Sieg hätten die Breisgauer auch nicht verdient gehabt. Mindestens bis zum Platzverweis waren die Gäste aus Paderborn die aktivere Mannschaft. Der Mannschaft von Trainer Christian Streich dagegen fiel bei eigenem Ballbesitz kaum etwas ein, gleichzeitig wurden zahlreiche gute Gelegenheiten in Überzahl nur unzureichend zu Ende gespielt. Gegen kompakt stehende Gäste fand sie nur selten Lücken – wenn, dann scheiterte es an der Präzision im Abschluss.

Die erste gute Chance hatte stattdessen Collins (23.), dessen Flachschuss aus rund 18 Metern knapp vorbei ging. Fünf Minuten später wurde Freiburg erstmals gefährlich, allerdings konnte Lucas Höler eine schöne Flanke von Changhoon Kwon nicht verwerten. Auch die Paderborner versuchten es häufig mit hohen Bällen in den SC-Strafraum, Winter-Neuzugang Dennis Srbeny fanden sie aber kaum.

Schwolow kann das 0:1 nicht verhindern

Für ein wenig Unterhaltungswert in einer zähen Partie sorgte zunächst nur Paderborns Klaus Gjasula, der in seinem gerade mal 18. Bundesliga-Spiel nach einem Foul an Kwon (13.) die zehnte Gelbe Karte kassierte. Zuvor hatte das in der Bundesliga-Historie nur der ehemalige Uerdinger Profi Helmut Rahner nach seinen ersten 18 Spielen geschafft. Gjasula fehlt damit im nächsten Spiel am 2. Februar gegen Wolfsburg gesperrt.
Im zweiten Durchgang wurde dann immerhin auch das Spiel interessanter. Erst setzte sich Antwi-Adjei nach einem Steilpass im Laufduell gegen Jonathan Schmid durch und schob zur verdienten Führung ein – SC-Torhüter Alexander Schwolow war zwar noch am Ball, konnte den Einschlag ins Netz aber nicht verhindern.
Liveticker zum Nachlesen: SC Freiburg – SC Paderborn 0:2

Petersens Teamkollege Robin Koch, der in der ersten Hälfte in einer aussichtsreichen Szene sich mit Lucas Höler gegenseitig behinderte, trat nach dem Spiel ebenfalls vor das Mikrofon. "Wir haben die Chancen, die wir vorne hatten, nicht gemacht und hinten unglückliche Gegentore bekommen. In meinen Augen dürfen wir das Spiel so nicht verlieren – am Ende verlieren wir es 0:2 und dementsprechend bin ich gelaunt", sagte ein sichtlich genervter Robin Koch. "Der Ball wollte heute nicht rein, wir haben uns teilweise vor dem Tor selbst angeköpft – wahrscheinlich hätten wir heute noch zwei Stunden weiterspielen können", pflichtete er seinem Kollegen Petersen bei.

"Wir haben die Chancen, die wir vorne hatten, nicht gemacht und hinten unglückliche Gegentore bekommen." Robin Koch

Zehn Minuten nach dem 0:1 kam Collins gegen Höler einen Schritt zu spät und sah Gelb-Rot, was die Freiburger dazu veranlasste, auf den Ausgleich zu drängen. Doch gute Gelegenheiten wurden teilweise im Minutentakt liegengelassen. Stattdessen kassierten die Freiburger in der Schlussphase nach einem Einsteigen von Lucas Höler im eigenen Strafraum einen Strafstoß. Abdelhamid Sabiri erzielte zum 0:2-Endstand.

"Wir haben es am Anfang ganz gut gemacht, sind auch ins Risiko gegangen und haben spielerisch versucht, unser Spiel durchzudrücken. Dann haben wir bisschen nachgelassen, gerade im zweiten Teil der ersten Hälfte hätten wir nach meinem Geschmack noch ein bisschen mehr spielen, ein bisschen mehr ins Risiko gehen können und so versuchen, mit dem Ball unser Spiel ein bisschen mehr einzubringen", sagte Robin Koch abschließend.

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