Interview

SC-Nachwuchstorwart Matteo Schroff mag das Hechten

Giulio Palmisano und Sonja Zellmann

Von Giulio Palmisano & Sonja Zellmann

So, 20. November 2022 um 22:00 Uhr

Neues für Kinder

Matteo Schroff (14) ist Torwart der U15 des SC Freiburg. In einem Interview mit der Kinderseitenredaktion der BZ spricht Matteo über sein Leben als Fußballschüler.

Nicht nur bei der Weltmeisterschaft in Katar dreht sich alles um Fußball, auch auf vielen Plätzen der Region wird um Tore gekämpft. Zum Beispiel auf denen der Freiburger Fußballschule des SC Freiburg. Dort spielt Matteo Schroff als Torwart in der U-15-Mannschaft. Giulio Palmisano hat mit dem 14-jährigen Freiburger Gymnasiasten über seinen Alltag gesprochen.

BZ: Seit wann bist du beim SC Freiburg und wie genau kamst du zum Sportclub?

Schroff: Ich habe zunächst beim SV Kirchzarten angefangen. Erste Kontakte zum SCF hatte ich über die Füchsle-Tage für Nachwuchsspieler, die der SC oft organisiert. Danach wurde ich eines Tages zum Training der U11 eingeladen, später zum Probetraining bei der U12. Und da wurde ich dann übernommen.

BZ: Wann wurde dir klar, dass Torwart deine Lieblingsposition ist?

Schroff: Das war schon recht früh, so in der E-Jugend. Ich mochte das Hechten – es hat mir einfach Spaß gemacht, im Tor zu stehen.

BZ: Worauf kommt es an, wenn man im Tor steht?

Schroff: Man muss eine gute Persönlichkeit haben, gut sein in Raumverteidigung und auf der Linie. Man muss gut rausspielen können und immer richtig drin sein im Spiel, so dass man die Mannschaft von hinten coachen kann.

BZ: Wie viel Zeit verbringst du in der Woche mit Training und wie viel Zeit bleibt noch für Hobbys?

Schroff: Ich habe vier Mal pro Woche regulär Training. Das Torwarttraining beginnt meist schon eine viertel bis halbe Stunde früher als das der gesamten Mannschaft. Donnerstags habe ich frei, da mache ich was für mich, Krafttraining oder so. Und am Wochenende habe ich meistens ein Spiel. Wenn ich kein Spiel habe, gehe ich Golfspielen, Tennisspielen oder im Winter Skifahren.

BZ: Und wie ist es mit der Schule?

Schroff: Bei mir läuft die Schule sehr gut. Zurzeit habe ich von Montag bis Mittwoch Nachmittagsunterricht. Nach der Schule gehe ich zum Training und abends lerne ich. Das passt gut, denn ich bin ohnehin ein Abend-Lerner.

BZ: Hast du viel Druck als Torwart? Denn da kann ja immer nur einer spielen...

Schroff: Nein, ich mache mir nicht viel Druck. Wir sind auch nur zwei Torwarte. Ich spiele Fußball, weil ich Spaß dran habe. Wenn man mal einen Fehler macht, lernt man draus. Das ist ganz normal. Aber klar, ein bisschen Anspannung ist schon auch immer dabei.

BZ: Was ist dein Traum für die Zukunft?

Schroff: Vor allem fit zu bleiben und verletzungsfrei. Erstmal liegt mein Fokus auf der U15, da will ich das Beste rausholen – und dann so weitermachen.

BZ: Hast du ein Idol, ein Vorbild, an dem du dich orientierst?

Schroff: Ein großes Vorbild aus der Freiburger Fußballschule ist zum Beispiel Noah Atubolu. Er ist Torwart in der U23 und hatte kürzlich erst sein Erstliga-Debüt. Ich mag auch Mark Flekken und von klein auf auch Ex-SC-Torwart Alexander Schwolow und Marc-André ter Stegen.

BZ: Ihr seid gerade Fünfter in der C-Junioren Regionalliga Süd. Wie schätzt du eure Chancen für die Saison ein?

Schroff: Ich hoffe, dass wir weiterhin möglichst weit oben mitspielen. Wir haben momentan immerhin die beste Defensive.