Verkehrschaos und Verstöße an den Feiertagen

dpa,bz

Von dpa & BZ-Redaktion

Mo, 28. Dezember 2020

Südwest

Andrang im Schwarzwald.

(BZ/dpa). Im Schwarzwald ist es über die Weihnachtsfeiertage teils zu Verkehrschaos und Verstößen gegen die Corona-Verordnung gekommen, obwohl vor den Feiertagen dazu aufgefordert worden war, beliebte Ausflugsziele zu meiden. Tausende von Menschen waren zu Fuß, mit Ski oder Schlitten unterwegs, obwohl Lifte und Bergbahnen außer Betrieb waren. In manchen Gebieten musste die Polizei Gruppen ansprechen, die die coronabedingten Mindestabstände nicht einhielten.

So war etwa der Wanderparkplatz beim Holzer Kreuz oberhalb von Fröhnd am Sonntagmittag nahezu voll, unter anderem auch mit Autos mit Stuttgarter Kennzeichen. Lange Fahrzeugkolonnen schoben sich am Sonntag auch die B 317 das Wiesental hinauf. Entsprechend komplett ausgelastet waren die Parkplätze an der Talstation der Belchenbahn, die derzeit nicht in Betrieb ist. Aufgrund mangelnder Parkgelegenheiten stellten viele das Auto direkt an der Straße ab.

Der Mummelsee war Ziel sehr vieler Ausflügler

Voll war es auch auf dem Kandel. Der Parkplatz auf dem Gipfel war am Sonntag schnell ausgelastet, so dass die Polizei am Mittag beschloss, die Straße auf den Berg von der Waldkircher Seite aus zu sperren. Vergleichsweise ruhig war es dagegen für die Freiburger Polizei; etwas Arbeit machte der Andrang auf dem winterlich verschneiten Schauinsland. Es kam zu Staus auf den Zufahrtsstraßen – schon im Stadtteil Günterstal gab es einen größeren Rückstau, oben dann ebenfalls Autoschlangen und Parkplatzchaos. Als am Sonntag das Wetter schlechter wurde, entspannte sich die Lage jedoch.

Auf der Schwarzwaldhochstraße (B 500) im Ortenaukreis war ebenfalls viel los. Der Mummelsee war überrannt, entlang der Panoramastraße parkten die Autos teils sogar zweireihig, die Sperrung der Skihänge wurde ignoriert. Der Besucherandrang am Sonntag habe alle Rekorde gebrochen, sagte ein Augenzeuge: "Das habe ich noch nicht erlebt." Kennzeichen wiesen auf teils lange Anfahrtswege hin – gesichtet wurden Autos aus Stuttgart, München, Pirmasens und auch aus der Schweiz und Frankreich.