Schneemassen sind Herausforderung

Erika Bader

Von Erika Bader

Sa, 23. Januar 2021

Wehr

200 Tonnen Streusalz mussten bereits verbraucht werden.

. Der Beginn des Jahres forderte die Technischen Dienste und die Feuerwehr Wehr heraus. Schneefall, Dauerregen und Schneebruch – dadurch zeichnete sich das noch junge Jahr in Wehr aus. Solche Schneemassen wie in den vergangenen Tagen hatte Wehr zuletzt 2004 erlebt, also vor 17 Jahren.

Vor allem, dass der Schnee besonders nass und damit besonders Schwer war, wurde zum Problem, wie Hauptkommandant Nicolo Bibbo im Gespräch mit der Badischen Zeitung erzählt. Zu rund 30 Einsätzen musste die Feuerwehr in den vergangenen Tagen ausrücken. "Als so viel Schnee runterkam, sind in der Nacht fast allstündlich Bäume umgefallen. Da war man gerade vom Einsatz Heim gekommen und musste gleich wieder raus", schildert Bibbo die Situation. So einen imensen Schneebruch habe er selbst zuletzt 2008 erlebt.

Zwar habe es in Wehr schon Anfang Dezember den ersten Schneefall gegeben, aber erst am 12. Januar sei es zu einem richtigen Wintereinbruch gekommen, teilt die Stadt mit. Seitdem sind die Technischen Dienste mit allen verfügbaren Kräften im Dauereinsatz. Nach den ersten Schneefällen (zehn Zentimeter Neuschnee) setzte Tauwetter in Kombination mit starkem Dauerregen ein. Mit einem Mal galt es nicht mehr den Schnee, sondern Hochwasser zu bekämpfen, heißt es von Seiten der Stadt. So mussten Entwässerungsgräben geräumt und Verstopfungen an Verdolungen beseitigt werden. Unmittelbar danach setzten heftige Schneefälle ein – die Schneehöhe wuchs auf rund 30 Zentimeter an. Rund 200 Tonnen Streusalz sind bislang verbraucht worden.

Zugeparkte Straßen
Die Stadt beklagt, dass durch parkende Fahrzeuge regelmäßig Einsatzkräfte behindert werden. Vereinzelt konnten deshalb auch Straßen – wie der Alemannenweg – nicht geräumt werden.

Hauptkommandant Nicolo Bibbo erzählt, dass seine Wehr bisher zum Glück nicht durch zugeschneite Straßen an Einsätzen behindert wurde. "Es gibt Straßen in Wehr da wird es auch ohne Schnee schon eng. Der Räumdienst schippt den Schnee von der Straße und die Bewohner eben diesen vom Gehweg wieder zurück auf die Straße", sagt Bibbo. Auch wenn die Feuerwehr bisher glimpflich davon kam, merkt Bibbo an und mahnt: "Ich habe Straßen gesehen, hätten wir da einen Einsatz gehabt, hätten wir unsere Arbeit vor Ort sicherlich wegen der Umstände nicht gut verrichten können."