Stühlerücken

Scheidende Stadträte ziehen Bilanz ihrer Arbeit für Freiburg

Joachim Röderer, Simone Höhl, Uwe Mauch

Von Joachim Röderer, Simone Höhl & Uwe Mauch

Mi, 24. Juli 2019 um 13:18 Uhr

Freiburg

BZ-Plus 22 der 48 Stadträte verlassen den Freiburger Rat. Erfahrung und kommunalpolitische Kompetenz wird erst einmal verlorengehen. Stellvertretend für alle ziehen vier scheidende Mitglieder Bilanz.

Margot Queitsch


Manchmal hat sich die Arbeit gelohnt
Margot Queitsch sitzt fast 40 Jahre für die SPD im Gemeinderat. Ihren Start findet die 73-Jährige bis heute den schönsten Erfolg: Als 1980 acht Jusos in den Gemeinderat einzogen. Juso bezeichnete dabei weniger das Alter als vielmehr die Einstellung – auch Gertraude Ils zählte dazu – "als Juso-Oma", sagt Margot Queitsch und kichert. Sie selbst war 34 Jahre alt.

Ihre Schwerpunkte waren Kinder- und Jugendpolitik sowie Sport, in den zehn Jahren als Fraktionschefin machte sie alles. Das war nicht einfach. "Auf der einen Seite war Rolf Böhme und auf der anderen Seite war ich." B 31 Ost, KTS, Vauban: Die Parteilinke rasselte oft mit dem Genossen OB zusammen. Manchmal hat sich das gelohnt, findet sie, zum Beispiel weil "Susi" in Vauban bestehen blieb. Den Beschluss, den autofreien Stadtteil überhaupt zu bauen, zählt die 73-Jährige zu den wichtigsten Entscheidungen in ihrer Zeit als Stadträtin. Ebenso die B 31 Ost, aber auch die Städtepartnerschaft mit Wiwili, die Rettung des Freibads St. Georgen, den Ausbau von Kitas und Jugendzentren.

Dem Gemeinderat blieb Margot Queitsch auch treu, als sie von 2001 bis 2011 im Landtag saß. Was sich als Thema für sie seit Keidel durchzog, ist die Wohnungspolitik. "Das wird den Gemeinderat auch weiter beschäftigen – Dietenbach reicht ja nicht."
Ergebnis: Kommunalwahl 2019 in Freiburg
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