Schönauer Kinder sollen Kindergarten in Utzenfeld besuchen können

Dirk Sattelberger

Von Dirk Sattelberger

Mo, 26. Oktober 2020

Schönau

Utzenfelder Kindergarten in Entwicklungsplan des GVV aufgenommen / Wartelisten in Schönau, freie Plätze in Utzenfeld, Wieden und Aitern.

Während es in Schönau Wartelisten für den Buchenbrand-Kindergarten gibt, sind in den Kindergärten in Utzenfeld, Wieden und Aitern noch Plätze frei. Dies ist Anlass für die Verbandsverwaltung in Schönau, den Utzenfelder Kindergarten Utzenfluh in den Entwicklungsplan des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) aufzunehmen. Utzenfluh könnte personell gestärkt, seine Öffnungszeiten verlängert und für Schönauer Familien interessanter werden. Die Verbandsversammlung stimmte der Einbeziehung des Kindergartens Utzenfluh im Grundsatz einstimmig zu. Ziel ist es, dass eines Tages die Trägerschaft für den kommunalen Kindergarten in Utzenfeld und später die in Aitern und Wieden auf den GVV übergeht.

Schönaus Hauptamtsleiter Dietmar Krumm hatte für die Verbandsversammlung am Donnerstag die Situation in den fünf Kindergärten im Verbandsgebiet einzeln dargestellt. "Deutlich wird, dass momentan die Plätze in den beiden Kindergärten in Schönau nicht ausreichen." Gleichzeitig sind die drei kleinen Kindergärten in Trägerschaft der Gemeinden Utzenfeld, Aitern und Wieden nicht ausgelastet. Ein Beispiel: In Utzenfeld können bis zu 25 Kinder betreut werden, derzeit sind aber nur neun angemeldet. Utzenfelds Bürgermeister Harald Lais berichtete, dass im Utzenfluh gerade eine neue Kindergartenleiterin eingestellt wurde. Dies wird offenbar als Chance begriffen, die Öffnungszeiten zu verlängern (auf sechs bis sieben Stunden am Tag), da die neue Leiterin eine Vollzeitstelle ausfüllen könnte. Außerdem biete Utzenfeld im Vergleich zu Aitern und Wieden den Vorteil, dass die Gemeinde sehr nah bei Schönau liegt – und Schönauer Eltern entsprechend kurze Wege hätten. Die hohe Nachfrage nach Plätzen von Schönauer Eltern begründete Krumm mit einer hohen Geburtenrate und dem Zuzug von Flüchtlingen. In Schönau gibt es demnach 15 Kindergartenkinder von Immigranten. Die Zahl der Flüchtlinge liege momentan bei rund 85 Personen.

In der Verbandsversammlung gab es breite Zustimmung zu dem Grundsatzbeschluss, Utzenfeld in den GVV-Kindergartenentwicklungsplan aufzunehmen. "Das ist genau der richtige Weg", sagte etwa Fröhnds Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner. Dietmar Krumm stellte in Aussicht, dass damit alle vier Standorte gestärkt werden und ein besseres Angebot erhielten. Sollten die kleinen Gemeindekindergärten eines Tages unter das Dach des GVV schlüpfen, könnte sich auch das Personal gegenseitig vertreten. Utzenfelds Bürgermeister Lais sagte aber auch, dass die Sorge bestehe, dass Utzenfelder Kinder nicht mehr in den örtlichen Kindergarten gehen könnten, wenn er einmal voll belegt sei mit Schönauer Kindern (die BZ berichtete). Daher bitte die Gemeinde Utzenfeld darum, einen Entwicklungsplan mit Zahlen von Kindern darzustellen. Seiner Meinung nach sei es besser, die Utzenfelder Räume zu nutzen statt einen Kindergarten neu zu bauen.