BEOBACHTET & GEHÖRT

Gerd Sutter

Von Gerd Sutter

Fr, 27. September 2019

Schopfheim

FEUERWEHR GERSBACH

Alarmübung läuft reibungslos ab

Am Samstag kurz nach 10 Uhr heulte in Gersbach die Sirene und bei den Feuerwehrleuten piepsten die Alarmempfänger. Aus dem Kindergarten und Schulgebäude stieg Rauch auf. Als das erste Feuerwehrfahrzeug kurze Zeit später Richtung Bergkopfhalle fuhr, war schnell klar, dass es sich um eine Alarmübung handelt. Der Alarmübung war folgendes Szenario zugrunde gelegt: Durch einen technischen Defekt kam es zum Brand in einem Materiallager des Kindergartens. Schnell zogen Rauchschwaden in die Räume des Kindergartens. Im Obergeschoss befand sich die Familienklasse mit ihren Lehrerinnen. Ihnen wurde der Fluchtweg durch die Rauchentwicklung abgeschnitten. Als erstes wurden die Kindergartenkinder und Erzieherinnen unter Einsatz von Atemschutzgeräteträgern ins Freie gebracht und der DRK-Ortsgruppe Gersbach übergeben. Das zweite Fahrzeug übernahm die "Brandbekämpfung", zu deren Unterstützung auch die neue Drehleiter aus Schopfheim angefordert wurde. Da auch die Schulkinder in "Gefahr" waren, wurde auch die Abteilung Raitbach alarmiert, welche die Rettung der Schulkinder und der Lehrerinnen über Steckleitern vornahm. Es waren 14 Kindergartenkinder, vier Betreuerinnen, elf Schulkinder und zwei Lehrerinnen aus dem verrauchten Gebäude zu bringen. Nach der Vollzähligkeitsprüfung hieß es "Feuer aus". In der Manöverkritik wurde betont, dass die Übung ohne Hektik ablief. Kleinigkeiten seien noch zu bearbeiten und auch an den Rauchmeldern im Gebäude muss noch etwas geändert werden, da sie beim Schulbetrieb in den Klassenzimmern nicht zu hören wären.
MUETTERSPROCH-FREUNDE

Besinnliche und heitere Klänge der Heimat

Einen so heiteren wie auch nachdenklichen Abend gestalteten Heimatdichterin Waltraud Bühler aus Raich-Oberhäuser und Musiker Siegfried Schmieg beim Monatstreffen der der Muettersproch-Gsellschaft, Gruppe Wiesental, in Hausen. Gedichte und Geschichten aus ihrer Feder wurden ergänzt von Siegfried Schmiegs Liedern zum Mitsingen, die er auf Akkordeon und Klavier begleitete. Dazu konnte Heidi Zöllner mehr als 30 begeisterte Muettersproch-Freunde begrüßen. Begeistert sangen sie die alten Volkslieder mit, deren Texte auslagen. Naheliegend war es, den Abend mit dem Lied von Johann Peter Hebel "Z’Müllen an der Post" zu eröffnen. Waltraud Bühler las aus ihrem Band "Mi Chleini Welt" und beschrieb im Gedicht "Belchenkind" das liebliche Kleine Wiesental, warf aber auch einen Blick auf die gegenwärtige politische Situation der Einheitsgemeinde. Weitere besinnliche Gedichte folgten mit Blick von den Sternen auf die bucklige Erde: "S’isch alles nur g’liehe uf dere Welt." Auch heitere Anekdoten gab Waltraud Bühler zum Besten. In einem Gedicht konnte sie sich humorvoll an weiße Blütendolden eines Rhabarberbusches erinnern, die sie und ihre Freundin in der Kindheit verspeist hatten. Augenzwinkernd erinnerte sie sich an ihre Magenschmerzen an die Rettung durch ihre Großmutter. Die Gäste genossen den heimeligen Abend sehr. Heidi Zöllner stellte schmunzelnd fest: "Ohne Liedbegleitung hätten wir einen schönen Katzengesang von uns gegeben."