Breisgau-S-Bahn

Schrecksekunde an Bahnlinie bei Gottenheim

Max Schuler und Manfred Frietsch

Von Max Schuler & Manfred Frietsch

Mi, 16. Dezember 2020 um 08:48 Uhr

Gottenheim

Der Zugverkehr zwischen Gottenheim und Freiburg war am Mittwochmorgen unterbrochen. Es musste geklärt werden, ob eine Person oder ein Tier im Gleisbereich war. Jetzt gab die Bahn Entwarnung.

Die Bundespolizei war vor Ort, um die Strecke abzusuchen, nachdem von einem Zug eine Aufprallmeldung gekommen war. "Es bestand Verdacht auf einen Personenunfall bei der Einfahrt in den Bahnhof Gottenheim. Der Verdacht hat sich Gott sei Dank nicht bestätigt", teilt Dirk Andres von der Bahn gegenüber der BZ mit. Zwischenzeitlich wurde ein Notverkehr mit Bussen eingesetzt. "Wir nehmen nun den S-Bahn Verkehr wieder auf", sagte Andres um kurz nach 9 Uhr.

Nach Angaben der Bundespolizei hatte der Fahrzeugführer des Zuges, der um 7.45 Uhr von Gottenheim nach Freiburg abgefahren war, bei der noch herrschenden Dunkelheit plötzlich etwas auf dem Gleis bemerkt, ohne es genau erkennen zu können. Er setzte darum sofort eine Meldung ab, da nicht auszuschließen war, ob es sich um ein Tier oder gar eine Person handeln könnte. "In so einem Fall läuft sofort ein Einsatzplan an", erklärt Friedrich Blaschke von der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein. Außer Kräften der in Freiburg stationierten Bundespolizei waren auch Beamte der Landespolizei im Einsatz sowie des Kriminaldauerdienstes der Freiburger Kripo. Auch Feuerwehrkräfte waren vor Ort sowie der Notfallmanager der Deutschen Bahn. Bei der Streckenabsuche wurde dann aber nichts gefunden, erklärte Blaschke, so dass bereits um 8.35 Uhr entschieden werden konnte, die Streckensperrung aufzuheben. Der Einsatz sei sehr schnell und routiniert abgelaufen.