Gymnasialzeit

G8 in der Realität angekommen

Sarah Wolf und Nora Brandtstädter, Klasse 9b, Martin-Schongauer-Gymnasium Breisach

Von Sarah Wolf, Nora Brandtstädter, Klasse 9b & Martin-Schongauer-Gymnasium Breisach

Mo, 24. Juni 2013 um 10:36 Uhr

Schülertexte

G8 oder G9? Seit das G8 vor ein paar Jahren eingeführt wurde, hat sich unser Schulsystem geändert. Die Schulzeit wurde um ein Jahr verkürzt, damit die deutschen Schüler im internationalen Vergleich wettbewerbsfähiger sind.

Jetzt wird wieder diskutiert, denn viele Eltern und Schulen wollen das G9 zurück. Durch den Regierungswechsel in Stuttgart war es einigen Schulen möglich, wieder zum neunjährigen Gymnasium zurückzuwechseln.

Trotz dieser Möglichkeit ist man sich an einigen Schulen noch nicht ganz einig, wie sich bei einem Interview mit dem Schulleiter des MSG, Winfried Wagner, herausstellte. Gut eingependelt habe sich das G8 schon, aber in manchen Aspekten, wie der individuellen Förderung könne es sich noch verbessern, äußerte sich Wagner.

Seiner Meinung nach habe sich nicht nur das Schulsystem verändert, sondern auch die Schüler, denn diese seien ein Jahr jünger und somit nicht ganz so reif wie die G9er. Deshalb sollten andere Lehrmethoden angewendet werden. Am MSG wurde eine neue Unterrichtskultur begrüßt, doch die fehlende Zeit für außerunterrichtliche Aktivitäten wie Ausflüge und Klassenfahrten sei sehr zu bedauern. Da das G8 viel Stress und eine höhere zeitliche Belastung mit sich bringt, ist Wagner persönlich nicht traurig, dass seine Söhne noch auf das G9 gehen durften. Er ist sich aber auch sicher, dass das neue G9 nicht dasselbe sein wird, wie es das G9 früher einmal war.