"Immer wieder aufraffen"

bex

Von bex

Fr, 03. Mai 2019

Schülertexte

ZISCHUP-INTERVIEW mit dem Freiburger Schüler Pius Lipp, dem diesjähriger Regionalsieger des Wettbewerbs "Jugend forscht".

Der Regionalwettbewerb Südbaden des Wettbewerbs "Jugend forscht" fand dieses Jahr am 14. und 15. Februar in der Sick-Arena der Messe Freiburg statt. Einer, der daran teilgenommen hat, war Pius Lipp, Schüler der Hansjakob-Realschule in Freiburg. Sein Mitschüler Jona Aufrecht aus der Klasse 8a hat ihn interviewt.

Zischup Hallo Pius, ich habe ein paar Fragen an dich. Du hast dieses Jahr gewonnen? Welches Projekt hast du denn vorgestellt?
Pius: Es hieß "Cool durch den Sommer" und ist ein Sonnenschirm, der mit Photovoltaik bestückt war und damit einen Ventilator unter dem Sonnenschirm angetrieben hat. Dieser hat bewirkt, dass die Luft darunter nicht so stickig und heiß ist.

Zischup: Ich habe gehört, du hast schon öfter teilgenommen. Wie oft hast du teilgenommen und wie läuft so ein Wettbewerb ab?
Pius: Es war mein fünftes Mal. Insgesamt ist man fast ein Jahr mit so einem Projekt beschäftigt. Man beginnt mit der Forschung, Mitte Januar muss man sich schriftlich anmelden und eine Ausarbeitung zu seinem Projekt erstellen und einreichen. Der Wettbewerb selbst ist in zwei Tage aufgeteilt. Am ersten Tag ist der Wettbewerb nicht öffentlich. Man baut sein Projekt und den Stand auf. Es gehen zwei Juroren-Gruppen herum und jeder muss sein Projekt vorstellen. Die Juroren bewerten und beurteilen dies dann später. Danach gibt es noch etwas Freizeitprogramm und ein gemeinsames Abendessen. Nach diesem Abendessen werden bei einer Feierstunde mit Programm Sonderpreise vergeben. Am zweiten Tag können Besuchergruppen, die die Projekte besichtigen wollen, kommen, und am Nachmittag werden in der Abschlussveranstaltung die Preise verliehen.

Zischup: Welche Preise kann man gewinnen?
Pius: Da gibt es zum einen die Sonderpreise, die meistens von Sponsoren stammen. Das können Geld- oder Sachpreise sein, wie zum Beispiel eine Werkzeugkiste oder Europa-Park-Gutscheine. Die Hauptpreise sind Urkunden, manchmal Geld und der erste Platz pro Kategorie kommt weiter zum Landeswettbewerb.

Zischup: Was sind das für Kategorien?
Pius: Es gibt verschiedene Themenbereiche aus den naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen, wie Arbeitswelten, Physik, Mathematik. Es gibt außerdem zwei verschiedene Altersklassen, die getrennt voneinander bewertet werden. Zum einen "Schüler experimentieren", das ist für die Schüler bis 14 Jahre, und dann "Jugend forscht" für Schüler ab 15 Jahren.
Zischup: Gibt es außer den Altersklassen einen weiteren Unterschied zwischen "Schüler experimentieren" und "Jugend forscht"?
Pius: Bei "Jugend forscht" geht es nach dem Landeswettbewerb noch weiter zum Bundeswettbewerb, während es bei "Schüler experimentieren" beim Landeswettbewerb in Balingen endet. Vom Ablauf her sind die Landeswettbewerbe vergleichbar mit dem Regionalwettbewerb.

Zischup: Was hat dich dazu gebracht, bei "Jugend forscht" anzufangen?
Pius: Erfinden hat mir schon immer Spaß gemacht, und die Hansjakob-Realschule, auf der ich bin, bietet eine Forscher-AG an, in der ich forschen kann und Hilfsmittel bekomme, die ich zu Hause nicht habe, zum Beispiel kann ich die Werkzeuge aus dem Technikraum benutzen.

Zischup: Wie kommst du auf deine Ideen?
Pius: Wenn ich im Alltag auf irgendwelche Probleme stoße, überlege ich, ob ich sie mit und in "Jugend forscht" lösen oder verbessern könnte. Und dann probiere ich es aus.

Zischup: Welche Eigenschaften braucht ein Nachwuchsforscher?
Pius: Ich denke, Kreativität und Durchhaltevermögen sind sehr wichtig. Kreativität ist nötig, um auf die Ideen zu kommen, Durchhaltevermögen, damit man sich immer wieder aufrafft, besonders wenn mal alles nicht funktioniert und man am liebsten aufgeben würde.

Zischup: Weshalb lohnt es sich, an Jugend forscht teilzunehmen?
Pius: Forschen macht Spaß, und der Wettbewerb ist ein cooles Event.