LGBTQ-Bewegung

MEINE MEINUNG: Ein Mensch ist ein Mensch

Larissa Jansen

Von Larissa Jansen

Do, 20. Dezember 2018

Schülertexte

Die Abkürzung "LGBTQ" begegnet mir so oft. Doch viele wissen gar nicht, wofür sie steht. Hinter dem Kürzel verbergen sich unterschiedliche sexuelle Orientierungen: L steht für Lesbian (wenn sich zwei Frauen lieben), G steht für Gay (wenn sich zwei Männer lieben), B steht für Bi (wenn man sich in beide Geschlechter verlieben kann), T steht für Transgender (wenn die Geschlechtsidentität von dem Geschlecht, mit dem man auf die Welt gekommen ist, abweicht), Q steht für Queer (Überbegriff für die verschiedenen sexuellen Ausrichtungen, die von der "Norm" abweichen, zum Beispiel auch für asexuelle Menschen, die kein sexuelles Bedürfnis verspüren, sich aber verlieben können).

In meinem Alltag, sei es in der Stadt oder bei Gesprächen in der Schule, erlebe ich immer wieder, dass Menschen homophob sind. Häufig höre ich Mitmenschen, die in einem unfreundlichem Ton Dinge sagen wie "Igitt, die sind schwul" oder "Das gehört sich nicht, dass sich zwei Frauen küssen" oder "Für wen haltet ihr euch, macht sowas privat, aber nicht öffentlich".

Neulich war ich im Kino hier in Freiburg, zwei Frauen haben sich vor dem Kinosaal geküsst, und ich hörte, wie ein Jugendlicher zu seinen Freunden sagte: "Boah, ist das eklig!" Viele finden, dass alles, was nicht heterosexuell ist, " dumm" oder "eklig" ist. Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich selber gehöre nicht zu LGBTQ+, unterstütze es aber, denn ich denke, ein Mensch ist ein Mensch. Jeder von uns hat das Recht zu lieben, wen er will. Wir alle können so sein, wie wir wollen. Wenn ich mich verliebe, passiert es einfach, ich kann es nicht kontrollieren. Denn man verliebt sich ja in die Seele, in den Charakter eines Menschen und nicht in dessen Geschlecht. Kein Mensch auf der Welt hat meiner Meinung nach das Recht dazu, jemanden für seine sexuelle Orientierung zu bewerten oder zu verurteilen. Wir alle haben das Recht auf ein schönes Leben.