Hundewelpen

Tipps für die Haltung

Lena Dettle, Klasse R8b, Klosterschulen  R8b

Von Lena Dettle, Klasse R8b, Klosterschulen (Offenburg) R8b

Fr, 30. August 2019 um 00:00 Uhr

Schülertexte

Kleine Hunde sind ja soooo süß, müssen aber auch erzogen werden. Lena Dettle, Schülerin der Klasse R8b der Klosterschulen in Offenburg, gibt zur Haltung von Hunden ein paar brauchbare Tipps.

Der Tag, an dem der neue Zuwachs nach Hause kommt, ist es ein großer Augenblick für alle Familienmitglieder. Anfangs ist es besser, wenn man dem Welpen etwas Zeit gibt, sich in seiner neuen Umgebung umzusehen. Sobald er sich an alles gewöhnt hat, beginnt der ernsthaftere Lebensteil. Ihr Welpe war die ganze Zeit bei seiner Hundefamilie und jetzt ist der kleine ganz alleine in der großen neuen Welt. Also sollten Sie kleine Welpen in den ersten Tagen auf keinen Fall alleine lassen!

In den ersten Wochen und Monaten muss ihr kleiner Hund ein regelmäßiges Programm durchlaufen, damit er die große weite Welt kennenlernt. Es gehört dazu: ihn in die Stadt mitzunehmen, das Bekanntmachen mit anderen Tieren, Autofahren, ZOO-Besuche und noch mehr alltägliche Dinge. Suchen sie Kontakt mit anderen Hunden, so dass der Welpe spielen kann. Gehen sie mit dem Kleinen in die Hundeschule.

Ein trockenes Hundefutter kann die Grundnahrung eines jungen Hundes sein. Die genauen Angaben der Futtermengen sind von jedem Hersteller unterschiedlich und werden auf der Verpackung angegeben. Verwenden Sie in den ersten Monaten das vom Züchter empfohlene Futter. Wenn ein junger Hund sich entleeren muss, fängt er im Raum an zu schnuppern. Das ist das Kommando für Sie, den jungen Hund auf den Arm zu nehmen und rauszugehen. Draußen wird jedes Geschäft gelobt. Mit der Zeit hat der Kleine dann gelernt, dass er nicht mehr ins Haus machen soll.

In den ersten Lebenswochen muss der junge Hund mehrmals zum Tierarzt, um die lebensnotwendigen Impfungen zu erhalten. Bei diesen Besuchen erhält der Hund auch den EU-Ausweis vom Tierarzt. Besonders wichtig sind im EU-Heimtierausweis die Kennzeichnung des Tieres, für das der Ausweis gilt, und der Nachweis über die Tollwut-Impfung. Es werden aber auch alle anderen Impfungen eingetragen, so dass der Heimtierausweis den Impfpass ersetzt. Erste Aufgabe des Heimtierausweises ist die zweifelsfreie Identifikation eines Tieres sicherzustellen, erst an zweiter Stelle steht die Dokumentation der Impfungen. In diesem EU-Pass werden alle Impfungen eingetragen. Gegen Tollwut wird im Alter von drei Monaten geimpft. Es handelt sich um eine gesetzliche Impfung. Nachimpfungen für andere Krankheiten finden jährlich statt. Das Entwurmen bei den Welpen wiederholt sich nach rund einem Monat. Bei einem erwachsenen Hund wird zwei Mal jährlich entwurmt.

Beim Chippen von Hundewelpen wird dem Tier ein kleiner Mikrochip in Höhe der linken Schulter unter die Haut eingesetzt. Das Chippen des Hundes dient der Tierkennzeichnung und bietet gegenüber dem Tätowieren den Vorteil, dass der Chip nicht verblassen kann. Dieser Chip kann einfach mit einem Lesegerät ausgelesen werden. Eine Kennzeichnung dient zum Beispiel:
• dem Nachweis des Eigentums und der Abstammung
• der Sicherung der züchterischen Glaubwürdigkeit
• der Leistungskontrolle
• der Rückführung entlaufener Tiere
• der zweifelsfreien Zuordnung des Tieres zum Impfpass/EU-Heimtierausweis
• der Seuchenkontrolle
• der Erfüllung gesetzlicher Vorschriften

Ganz wichtig: Bleiben Sie bei der Erziehung deines Welpen immer ruhig. Mit ein wenig Geduld und ein paar Regeln klappt das Zusammenleben zwischen Hundehalter und Welpe bald sehr gut. Für Tipps von Profis und Austausch mit anderen Welpen-Besitzern eignet sich außerdem der Welpen-Treff beziehungsweise die Welpenspielstunde einer Hundeschule. Ebenfalls wichtig ist, dass sich jedes Familienmitglied an die aufgestellten Regeln hält. Denn ansonsten ist der Welpe schnell verwirrt, wenn er bei einem Familienmitglied auf die Couch darf und bei einem anderen nicht. Um den Hund noch besser verstehen und erziehen zu können, ist grundsätzlich eine Hundeschule sinnvoll. Gerade für frischgebackene Hundebesitzer, die vorher noch nie einen eigenen Hund hatten.