Beispiel Freiamt

Schulzentrum entwickelt Sturm-Notfallplan – und braucht ihn nicht

Patrik Müller

Von Patrik Müller

Mo, 10. Februar 2020 um 08:51 Uhr

Freiamt

Freiamt hat eine der am höchsten gelegenen Schulen im Landkreis, der Weg dahin führt durch Wälder. Doch tatsächlich fehlen am Montagmorgen weniger Schüler als erwartet.

Frank Viernickel hat ein stressiges Wochenende hinter sich. Sturmtief Sabine hat den Leiter des Schulzentrums Freiamt auf Trab gehalten. "Ich habe Rundmails geschrieben und mehrfach mit meiner Konrektorin telefoniert", erzählt er am Montagmorgen. "Unser Notfallplan, der mit einer erheblich reduzierten Schülerzahl gerechnet hat, musste dann aber doch nicht greifen."

Auch die Lehrer aus Freiburg waren da

Rund 230 Schüler besuchen laut Viernickel das Schulzentrum. Erstklässler sind dabei, aber auch Werkrealschüler. Etwa 80 Prozent, schätzt er, kommen aus Freiamt, einer der flächenmäßig größten Gemeinden im Land. Sie werden in 13 Klassen von 24 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Einige davon haben einen längeren Anfahrtsweg, vier leben in Freiburg. "Wir mussten damit rechnen, dass auch Kollegen nicht kommen", sagt Viernickel.

Einige Klassen waren fast vollzählig

Am Ende war die Situation am Montag entspannter als gedacht. Es fehlten Schüler, aber weniger als erwartet. "Ich hatte gerade Unterricht in einer siebten Klasse, da waren etwa 30 Prozent der Schüler nicht da", sagt Viernickel. "Andere Klassen sind fast vollständig. Auch die Lehrer sind alle da." Der Notfallplan hatte vorgesehen, dass Klassen zusammengelegt werden – zum Beispiel die sechsten mit den siebten oder die achten mit den neunten Klassen.