Schuster: Streit bringt voran

Marlies Jung-Knoblich

Von Marlies Jung-Knoblich

Fr, 03. Januar 2020

Schopfheim

CDU-Abgeordneter wirbt bei Silvesterhock für Streitkultur.

SCHOPFHEIM (mj). "Es bedeutet einen Mehrwert für die Stadt, wenn sich Menschen in der Partei vor Ort einbringen können", sagte der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster am Silvesterhock des CDU-Ortsverbandes (wir berichteten) in seinem Grußwort. Schopfheim sei ein gutes Beispiel für die emotionale Bindung zwischen CDU-Mitgliedern und Mandatsträgern.

Er sei ein Verfechter für den Wettstreit um die beste Idee, denn das garantiere Meinungsvielfalt, die für eine Demokratie notwendig sei. Armin Schuster verfolgt, dass ein Parteienstreit in Berlin die Wertschätzung der Partei in der Bevölkerung mindere. Gleichzeitig werde kritisiert, dass alle die gleiche Meinung hätten. "Das passt nicht zusammen", sagte Armin Schuster.

Ein Streit bringe letztlich voran. Ob Klimadebatte, Tempolimit oder Naturschutz – lediglich ein paar wenige Beispiele – "die CDU hat keinen belehrenden, sondern einen animierenden Ansatz. Ein Meinungswandel, der mit einem Zückerle verbunden ist". Und Deutschland könne insgesamt stolz auf seine Politik sein, sei das Land doch Trendsetter in Sachen Ausstieg aus der Atomenergie und auf dem Weg, sich von der Kohle zu verabschieden, was aber nicht von heute auf morgen gehe. Auch mit der Flüchtlingspolitik und im Gesundheitswesen setze die CDU soziale Akzente. Im März werde es einen runden Tisch vor Ort mit Vertretern aus Schopfheim und Zell zum Thema Landarzt geben, sagte Armin Schuster. Ziel müsse es in der Politik stets sein, eine klare Haltung zu haben und sie zum Ausdruck zu bringen, warb Schuster für Ehrlichkeit und Sachargumente.