Hilfe auf vielen Ebenen

Sebastian Wolfrum

Von Sebastian Wolfrum

Di, 16. November 2010

Seelbach

Der in den Kosovo abgeschobenen Familie wird geholfen – dabei geht es um mehr als Geld.

SEELBACH. Ende Oktober sind vier Mitglieder der sechsköpfigen Familie Tatari aus Seelbach in den Kosovo abgeschoben worden (BZ berichtete). Nur die zwei ältesten Kinder durften in Deutschland bleiben. In der Gemeinde haben viele Bürger darauf nicht nur mit Empörung, sondern auch mit dem Wunsch zu helfen reagiert. Jetzt werden genauere Pläne für die Hilfe bekannt. Die Unterstützung soll auf verschiedenen Ebenen stattfinden.

JURISTISCH:

Reinhard Kirpes, Fachanwalt für Asylrecht aus Offenburg, hat inzwischen das Mandat für die Familie übernommen. Menschen aus dem Unterstützerkreis, der in Seelbach für die Familie gegründet wurde, trafen sich vergangenen Mittwoch mit dem Rechtsanwalt. Die zwei in Deutschland lebenden Kinder der Tataris waren auch dabei. Kirpes soll jetzt prüfen, inwiefern eine Rückkehr der Familie nach Deutschland möglich ist. "Wenn Menschen erst einmal aus Deutschland ausgewiesen sind, ist das verdammt schwer", sagt Kirpes. Dennoch könne es sich lohnen, die Abschiebung genau zu prüfen. Vor allem bei dem ebenfalls abgeschobenen Sohn Erson Tatari (16) sieht Kirpes aufgrund ...

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