Berufswelt

Selbständigen ist laut einer Studie Geld nicht so wichtig

afp

Von afp

So, 09. Februar 2020 um 21:27 Uhr

Wirtschaft

Begeisterung statt nur Broterwerb: Nur 17 Prozent der Selbständigen in Deutschland gehen einer Studie zufolge in erster Linie wegen des Geldes zur Arbeit.

Unter Angestellten seien es mit 37 Prozent dagegen mehr als doppelt so viel, heißt es in der aktuellen Berufe-Studie der Versicherung HDI. Etwa sechs von zehn Selbständigen wollen demnach auch dann noch weiter arbeiten, wenn sie finanziell ausgesorgt haben.

Unter den Angestellten sage dies nur etwa jeder Dritte, heißt es in der Studie, die am Montag vorgestellt werden soll. Zudem gaben Selbständige demnach fast drei Mal häufiger als Angestellte an, dass sie ihren Beruf gewählt haben, um sich selbst zu verwirklichen.

Freiberufler wollen ihren Interessen und Neigungen nachgehen

Deutlich häufiger als Angestellte wollen Freiberufler und Unternehmer bei ihrer Berufswahl vor allem ihren Interessen und Neigungen nachgehen. Während 49 Prozent der Selbständigen dies für sich in Anspruch nahmen, waren es bei den Angestellten 30 Prozent, wie aus der Studie hervorgeht. Dabei arbeitet demnach lediglich ein Drittel der Selbständigen (35 Prozent) noch im ursprünglich erlernten Beruf. Das seien viel weniger als unter Angestellten, bei denen dies auf fast jeden Zweiten zutreffe. Für die Studie wurden mehr als 3600 Berufstätige ab 15 Jahren über ein Online-Panel befragt.