Seniorengenossenschaft fordert mehr Sicherheit

Paul Schleer

Von Paul Schleer

Di, 20. Oktober 2020

Steinen

Bei der Hauptversammlung wurden Verbesserungsvorschläge zum Verkehr gemacht / Pandemie prägt Arbeit im Mühlehof.

. Bei der Hauptversammlung der Seniorengenossenschaft Steinen in der Aula der Grundschule des Meret-Oppenhem-Schulzentrums zeigte sich, wie wichtig diese Einrichtung für die Alten von Steinen und Bewohner des Seniorenzentrums Mühlehof ist. Zum Schutz der Alten gehöre eine Neuregelung des Fußgängerverkehrs vom Ortskern zum Bahnhof über den Mühleweg und umgekehrt, da auf der Bahnhofstraße eine Verkehrsverdichtung zu befürchten sei, wenn das neue Kreisklinikum gebaut ist, hieß es.

Für Steinen wird Tempo 30 und ein zweiter Zebrastreifen auf Höhe des Mühlenwegs gefordert. Die Seniorengenossenschaft machte eine Verkehrszählung in der Steinener Ortsmitte mit einem erschreckenden Ergebnis. Sie beklagt Lärm, Luftverschmutzung und rücksichtsloses Fahren, Parken auf dem Gehsteig ohne Rücksicht.

Rückblickend hob Vorsitzende Birgit Petersen-Mirr hervor, dass nach fünf Jahren der Moderationsprozess zwischen Seniorenzentrum Mühlehof, der Seniorengenossenschaft Steinen sowie dem Rathaus Steinen beendet wurde und damit sich das Verhältnis entspannt habe.

Zu den Themen 2019 gehörte die Wohnform für Demenzkranke im Seniorenhaus Schopfheim, die Umwandlung des versteinerten Gartens des Gasthauses Alte Post zur Grünfläche mit Unterstützung von Ruth Noack vom BUND sowie Kontaktaufnahme zu sozialtätigen Hilfsvereinen, um Neues auf die Beine stellen zu können. Gut angekommen seien die "aktivierenden Hausbesuche" mit Hilfe für Menschen, die sich zurückgezogen haben und vereinsamen.

Begrüßt wurde die Ansiedlung des Lebensmittelmarkts Hieber nahe des Mühlehofs, dies erleichtere den Einkauf. Beklagt wurde, dass es auf dem Mühlehof-Gelände immer wieder Ärger mit Jugendlichen gebe. Petersen-Mirr forderte von der Gemeinde ein anderes Gelände für Jugendliche.

Über das Seniorenzentrum Mühlehof berichtete Geschäftsführer Wolfram Uhl. Derzeit stehe der Umgang mit der Pandemie im Vordergrund. Diese führte im Frühjahr zur Trennung von Bereichen, zu Besuchseinschränkungen sowie zur Schließung der Tagespflegen. Alle Angestellten wurden zur Entlastung in den stationären Bereich, in die Wohngemeinschaften und zum ambulanten Dienst verteilt. Birgit Petersen-Mirr wurde Pandemiebeauftragte. Man habe stets eine hohe Nachfrage nach Betreuungsplätzen. Die zentrale Verwaltung des Mühlehofs wurde in die "Alte Post" verlegt. Im April 2019 fand die Schlüsselübergabe für das Seniorenhaus in Schopfheim statt, wo ein neuer Notruf, ein WLAN-System und ein Leitsystem installiert wurde. 135 hauptamtliche Mitarbeitende, dazu 60 bürgerschaftlich Engagierte, versorgen in der Dauer- und Kurzzeitpflege 50 Menschen, im betreuten Wohnen Steinen 52, in der Tagespflege 60 Gäste, im Servicewohnen Schopfheim 20, in der ambulant betreute WG 24, im ambulanten Dienst 60 und in der Nachbarschaftshilfe 30 Menschen. Nicole Meier, Karina Wnuk und Kehat Merstetter informierten über die Arbeit in den verschiedenen Abteilungen.

Man müsse sehen, dass man gut durchkommt, meinte Bürgermeister Gunther Braun zu Corona in Steinen. In der Partnergemeinde Cornimont sei die Lage viel schlimmer. Ob die Wünschen zur Verkehr umgesetzt werden können, hänge von übergeordneten Behörden ab. Den Bahnhof Steinen sieht er als großes Problem. Rund um Hieber wünschte er sich eine größere Verkehrslösung.

Wahlen: Gustav Albiez (Zweiter Vorsitzender), Gerrit Schmidt-Dreher (Schriftführerin), Waltraud Buchholz (Kassiererin), Ulrike Mölbers (Kassenprüferin), Ernst Riehm (Beisitzer).