Nutzung wird verändert

Georg Voß

Von Georg Voß

Sa, 11. Mai 2019

Sexau

Das Gewann Zehnerhag und Wegacker soll Wohngebiet werden / Zweite Offenlage beschlossen.

SEXAU. Der Sexauer Gemeinderat stimmte in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich für die vierte Änderung des Bebauungsplans Zehnerhag und Wegacker und beschloss die zweite Offenlage. Auf dem Gebiet könnten Sozialwohnungen entstehen.

Das gemeindeeigene Grundstück liegt zwischen Lörchstraße, dem Brettenbach und dem Sportplatz des SV Sexau. Hier steht auch ein Flüchtlingswohnheim. Die Flächen links und rechts des Wohnheims sollen bebaubar gemacht werden. Die erste Offenlage dieses Bebauungsplans erfolgte zwischen Dezember 2016 und Januar 2017. Von Seiten des Landratsamtes Emmendingen gab es eine Reihe von Stellungnahmen, die Ulrich Ruppel vor dem Rat erläuterte. Nachuntersuchungen wurden erforderlich, da ein Teil des Grundstücks im Bereich eines hundertjährigen Hochwassers liegt (HQ100-Gebiet). Auch muss sichergestellt sein, dass das Regenwasser auf dem Grundstück versickert. Zusätzlich soll im Bebauungsplan eine Retentionsmulde angelegt werden.

Eine wesentliche Änderung ergibt sich durch die Nutzung dieses Gebietes. Bei der ersten Auflage sollte es einer Mischnutzung unterliegen, wovon die Hälfte der Fläche gewerblich genutzt werden muss. "Hier hat sich allerdings kein Interessent gefunden", so Ulrich Ruppel. Nun geht dieses Gebiet als "Allgemeines Wohngebiet" in die zweite Offenlage, bei der statt einer zweigeschossigen eine dreigeschossige Bebauung festgesetzt werden kann. Mit dieser Umnutzung ging auch eine neue Lärmuntersuchung einher, bei der für die Schlafräume im Erdgeschoss nicht zu öffnende Fenster vorgeschrieben sind. Dadurch wird eine Lüftungsanlage notwendig.

"Hier wäre ein klassischer Standort für den sozialen Wohnungsbau mit fünf bis sechs Wohnungen", sagte Bürgermeister Michael Goby. Die Anbindung an die Straße sei gewährleistet und es sei keine hochwertige Wohnlage. Er empfahl das Gebiet als allgemeines Wohngebiet auszuweisen. "Nichtstörende Handwerksbetriebe sind aber möglich", so Ulrich Ruppel.

Für 42 000 Euro vergab der Gemeinderat zudem einstimmig die Arbeiten für die Umgestaltung der Außenanlagen des Rathauses. Des Weiteren entschied der Gemeinderat an der Südwestseite der Bürgerbegegnung einen mit Glas überdachten Fahrradständer aufzustellen. Die Kosten dafür betragen 10 000 Euro. Für 8500 Euro wird zudem die Regelungstechnik der Fernwärmeheizung für die Ortsmitte ausgetauscht, da die Störungszentrale defekt sei. Ebenfalls einstimmig stimmte der Gemeinderat für den Neubau einer rund 40 Quadratmeter großen zweiten Schutzhütte für den Waldkindergarten.