Kreisliga

SF Schliengen haben die Last des Toreschießens erfolgreich verteilt

Jürg Schmidt

Von Jürg Schmidt

Mo, 09. Mai 2022 um 20:56 Uhr

Kreisliga Hochrhein

Im Winter haben die SF Schliengen ihren Top-Torjäger ziehen lassen müssen. Die Last hat der Kreisligist erfolgreich auf mehrere Schultern verteilt. Beim 7:0 gegen Eichsel treffen sechs Spieler.

Der TuS Binzen steht kurz vor der Meisterschaft in der Kreisliga A, Staffel West. Angesichts einer Tordifferenz von +97 dürfte der Mannschaft von Karl-Frieder Sütterlin nur ein Sieg zum Bezirksliga-Aufstieg fehlen. Mit dem 7:0-Heimsieg über Eichsel hat Schliengen den zweiten Platz gegen den Tabellendritten FSV Rheinfelden II abgesichert.

In der ersten Halbzeit sah es noch nicht nach einem Torefest der SF Schliengen aus. "Uns hat im letzten Drittel die Durchschlagskraft gefehlt", stellte Trainer Alexander Schöpflin fest. Erst in der 45. Minute traf David Held zum 1:0. Nachdem Florian Kessler auf 2:0 erhöht hatte, lief es wie am Schnürchen. "Als ob all die kleinen Körnchen, die im Getriebe gesteckt haben, mit Öl überzogen und herausgeschwemmt worden wären", zog Schöpflin einen passenden Vergleich.

Innerhalb einer Viertelstunde netzten Jonas Lösle, Lucca Sielaff, erneut Held, Tim Merstetter und Lucas Ammann zum 7:0-Endstand ein. Sechs verschiedene Torschützen bei sieben Treffern – die Last verteilt sich bei den Sportfreunden auf viele Schultern. "Nach Abdoulaye Traorés Wechsel in die Schweiz war klar, dass jeder mehr anpacken musste", kommentierte Schöpflin.

Binzen überzeugt in Hausen, Steinens Coach schlägt Ex-Team

"Unser bestes Rasenspiel der Saison", schwärmte Karl-Frieder Sütterlin, Trainer des Spitzenreiters Binzen, vom 5:0-Auswärtssieg in Hausen. "Mit drei Toren in der ersten Halbzeit war die Messe schon gelesen." Den ersten Treffer erzielte Lucas Thiel, der auf der linken Seite als Außenverteidiger im Zusammenspiel mit Emre Kuytan viel Dampf machte. Vom Schiedsrichter hätte sich Sütterlin indes ein besseres Durchgreifen gewünscht; Mittelfeldstratege Patrice Glaser sei oft hart angegangen worden, ohne dass die Gegner verwarnt wurden. Stattdessen ließ sich Glaser dazu hinreißen, einen Hausener in den Rücken zu stoßen, und sah die Rote Karte. "Er wird uns natürlich fehlen gegen Todtnau", so Sütterlin. "Trotzdem wollen wir dort gewinnen, und sollte Schopfheim Schliengen einen Punkt abnehmen, können wir feiern."

Jüngst unterlagen die Schopfheimer allerdings beim FC Steinen-Höllstein mit 0:6. Daniel Schulz, in Personalunion Trainer und Sportchef des FC, hatte dem Duell gegen den Ex-Verein mit Bauchgrimmen entgegengesehen, musste er doch sechs Stammspieler ersetzen. Die A-Jugendspieler Lars Hermann, Nico Römer und Luis Brodbek füllten die Lücken zur vollsten Zufriedenheit des Trainers. "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben Schopfheim unter Druck gesetzt und sind früh in Führung gegangen", berichtete Schulz. Steinen-Höllstein zeigte sich in der ausgeglichenen Partie letztlich effektiver in der Chancenverwertung.

Huttingen punktet für die Moral, Liel nimmt Druck von der Mannschaft

Der FC Huttingen rang Hauingen ein 1:1 ab. Den frühen Rückstand egalisierte Matthias Kurzela mit einem abgefälschten Schuss von der linken Seite. "Das Ergebnis geht in Ordnung", fand Trainer Uwe Berger. "Ein Punkt ist in unserer Situation zu wenig, aber er war wichtig für die Moral, nachdem wir uns für unsere guten Auftritte, etwa gegen Todtnau oder Schopfheim, nicht belohnt hatten." Huttingen steht mit acht Punkten Abstand hinter dem 13. Tabellenplatz.

Der SV Liel-Niedereggenen zeigte auf dem eigenen Rasenplatz eine ansprechende Partie gegen Wiesental, musste sich aber letztlich mit 2:4 geschlagen geben. "Bevor Wiesental das erste Mal vor unserem Tor auftaucht, hatten wir bereits drei, vier Chancen", berichtete Trainer Chris Dunke. "Nach dem 0:1 sind wir mit dem 1:1 gut zurückgekommen, haben danach aber den Faden verloren." In dieser Phase zog der TuS auf 3:1 davon. Zwar stellte Liel den Anschluss her, einen Abstimmungsfehler zwischen Keeper und Abwehr nutzten die Gäste aber zum 4:2. "Wir haben im Abstiegskampf den Druck von der Mannschaft genommen", sagte Dunke. "Der Kader hat ligaunabhängig für die nächste Runde zugesagt. In einem Jahr sieht es anders aus."