Skimuseum gewinnt dazu

Dieter Maurer

Von Dieter Maurer

Do, 16. September 2021

Hinterzarten

Geschenke von Bürgern werten die Stätte auf.

. Während der langen Corona-bedingten Pause hat sich im Schwarzwälder Skimuseum in Hinterzarten einiges getan. Eingegangen sind zwei wertvolle Geschenke: eine Schwarzwälder Spieluhr sowie ein Longinuskreuz. Padre Wolfgang Klock wird das Kreuz am Sonntag, 19. September, 15 Uhr segnen. Anschließend lädt der Förderkreis des Skimuseums zu Sekt und Hefezopf ein.

Der heilige Longinus war jener römische Centurio, der Jesus nach dessen Tod einen Speer – die sogenannte "Heilige Lanze" – in die Seite gestochen haben soll. Der Namenstag des heiligen Longinus ist der 15. März. Longinuskreuze sind eine Sonderform des Arma-Christi-Kreuzes, die vor allem im Schwarzwald, vereinzelt aber auch in anderen Gegenden Süddeutschlands vorkommt. Neben den Leidenswerkzeugen zeigen Longinuskreuze die Figur des Longinus als Reiter an der Seite des gekreuzigten Jesus. Die Geschichte der Longinuskreuze ist eng mit der seelsorgerischen Arbeit der im Schwarzwald tätigen Orden der Jesuiten, Kapuziner und Zisterzienser verbunden.

Eine Familie aus Hinterzarten hat das Kreuz dem Förderkreis überlassen. Es zeigt neben dem leidenden Christus alle nur erdenklichen Marterwerkzeuge sowie die Figur des reitenden Hauptmanns mit einer Lanze in der Hand. Matthias Vonderstraß und Gotthard Zähringer haben das vermutlich 200 Jahre alte Erinnerungsstück sorgfältig restauriert. Angebracht ist das Kreuz neben dem Haupteingang in der Erlenbrucker Straße. Ein weiteres schönes Geschenk ist eine mehr als 200 Jahre alte Spieluhr aus dem Schwarzwald. Spenderin ist Helga Haub. An der von Familie Haub gespendete Adler-Statue im Garten des Skimuseums wurde eine zusätzliche Tafel angebracht. Darauf stehen die Namen und Jahreszahlen der Schwarzwälder Olympiasieger seit 1960.

Die Ausstellung "Abenteuer Schwarzwald" mit Filmen und Fotos von Simon Straetker und David Lohmüller ist noch bis zum 9. Januar zu sehen.